Erfahrungsaustausch zu Kritischen Infrastrukturen

Der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) und das Institut für Infrastruktur veranstalteten am 27. Jänner eine Tagung zum Thema „Risikomanagement und Vorsorge für kritische Wasserinfrastrukturen“.
Rauch OEWAV-Tagung
Bild: Wolfgang Rauch, Leiter des Instituts für Infrastruktur, begrüßte rund 100 Teilnehmer bei der ÖWAV-Tagung an der Uni Innsbruck. Foto: ÖWAV

Kritische Infrastrukturen sind Einrichtungen mit herausragender Bedeutung für das Gemeinwesen, deren Ausfall beziehungsweise Beeinträchtigung signifikante Folgen für die Bevölkerung hat. Dazu zählen unter anderem auch die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die im Mittelpunkt des Interesses der Ende Jänner veranstalteten Tagung „Risikomanagement und Vorsorge für kritische Wasserinfrastrukturen“ standen. Unter der Leitung von Univ. Prof. Wolfgang Rauch vom Institut für Infrastruktur wurde die Thematik von verschiedensten Expertinnen und Experten – Verwaltungsorganen, Juristen, Rückversicherern, Planern, Betreibern und Wissenschaftlern – diskutiert.

 

Interdisziplinärer Ansatz und Vorsorge

 

Bereits nach den einleitenden Vorträgen von Wolfgang Rauch, BR h.c. Helmut Passer (Mitglied des ÖWAV Vorstandes) und HR Hubert Steiner (Amt der Tiroler Landesregierung, Mitglied des ÖWAV Vorstandes) wurde klar, dass es auch ohne akuten Handlungszwang von großer Bedeutung ist, sich mit Risikomanagement und Sicherheitsvorsorge zu beschäftigen.
Die Veranstaltung gliederte sich in vier Blöcke. Nach der Begrüßung wurde das Thema "Risikomanagement in Gemeinden" behandelt, wobei von HR DI Johann Wiedner auch der ÖWAV-Leitfaden "Kommunaler Wasserentwicklungsplan" vorgestellt wurde. Im 2. Block wurden Fragen der Schadensbewertung sowie der Haftung und das an Bedeutung zunehmende Thema Schadensersatzforderungen erörtert. Am Nachmittag wurde in zwei Blöcken das Thema "Risikomanagement in der Siedlungswasserwirtschaft" u. a. aus Sicht des Betreibers und des Planers dargestellt. DI Dr. Michael Möderl vom Institut für Infrastruktur präsentiert hierzu den sogenannten "Achilles-Ansatz". Die letzten beiden Vorträge waren den Themen "Verknüpfung von Fehlernetz- und Risikoanalyse für die strategische Sanierungsplanung" sowie "Risiko und Schutz alpiner Trinkwasserressourcen" gewidmet.
Eine wesentliche Erkenntnis der Tagung ist, dass nur durch eine interdisziplinäre Herangehensweise „Kritische Infrastrukturen“ ganzheitlich behandelt werden können. Alle Beteiligten waren sich einig, dass dieser Thematik in Zukunft mehr Platz gegeben werden sollte.

(ip)