Kulturlandschaft - einzige Konstante ist der Wandel

„Die wahrscheinlich einzige Konstante in Natur- und Kulturlandschaften ist der Wandel!“ postulierte Univ._Prof. Dr. Johann Stötter vom Institut für Geographie anlässlich der Ausstellungseröffnung „Kulturlandschaft Südtirol - Der Wandel seit 1950“ in Bozen am 14. Jänner.
Die Kulturlandschaft Südtirols im Wandel seit 1950 steht im Zentrum eines kürzlich präsentierten Projekts am Institut für Geographie
Bild: Die Kulturlandschaft Südtirols im Wandel seit 1950 steht im Zentrum eines kürzlich präsentierten Projekts am Institut für Geographie

Ressortdirektor Dr. Flavio Ruffini (Ressort Raumordnung, Umwelt und Energie, Südtirol) und Dr. Roland Dellagiacoma (Ressort Natur und Landschaft,  Südtirol) unterstrichen die Bedeutung der Kulturlandschaft  in Südtirol, ehe die Grödnerin Mag. Christine Wanker ihre in den letzten beiden Jahren gemeinsam mit Mag. Alexander Dusleag, beide vom Institut für Geographie, gewonnenen Forschungsergebnisse einem voll besetzten Auditorium vorstellte.

 

Natürliche Prozesse und die Menschen verändern die Landschaft. Da dies meist schrittweise geschieht, wird der Wandel nur selten bewusst wahrgenommen. Das seit 2007 laufende Projekt „Kulturlandschaft Südtirol – Der Wandel seit 1950“ vergleicht an zehn, für Südtirols Landschaftsräume beispielhaften Gemeinden die heutige Situation mit jener vor sechzig Jahren – eine Phase des Umbruchs, wie sie zuvor in Jahrhunderten nicht stattfand. Unter Einbindung zahlreicher lokaler Experten und Auskunftspersonen und der Aufarbeitung bisher ungenutzter Quellen entstand ein umfassender Überblick, neue digitale Visualisierungsmethoden und Videosequenzen unterstreichen den Wandel.

 

Die Gegenüberstellung von historischen und aktuellen Bildern, kartografische Darstellungen, Videos und statistische Auswertungen sollen die Bevölkerung für Ausmaß und Dynamik des Kulturlandschaftswandels sensibilisieren und dazu beitragen, dass Steuerungsmöglichkeiten zur Landschaftsentwicklung und zur Erhaltung einer attraktiven Kulturlandschaft verstärkt genutzt werden.

 

Das Projekt wurde im Auftrag der Landesabteilung Natur und Landschaft Südtirol vom Institut für Geographie der Universität Innsbruck durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in Form der Gesamtausstellung in Bozen, einer umfangreichen Publikation, die in einer Auflage von 3000 Stück den Ausstellungsbesuchern zur Verfügung steht, und im Internet aufbereitet. Darüber hinaus gibt es zehn auf die Untersuchungsgemeinden zugeschnittene Ausstellungen, die ebenfalls in diesen Tagen mit öffentlichen Präsentationen starten. Damit erreichen die Forschungsergebnisse auch direkt alle betroffenen und interessierten Bürger sowie die lokal Verantwortlichen.

 

Gesamtausstellung in Bozen

Landhaus 11, Parterre, Rittner Straße 4, geöffnet Mo.-Fr. 9-17 Uhr (bis 12. Februar)

Ausstellungseröffnungen in den Untersuchungsgemeinden
  • Toblach: Fr. 15. Januar 2010, 18 Uhr  - Artcafè im Haus Englös
  • Brixen:Di. 19. Januar 2010, 18 Uhr - Freie Universität Bozen, Foyer Regensburger Allee
  • Naturns:Mi. 20. Januar 2010, 18 Uhr - Theatersaal
  • Ahrntal:Do. 21. Januar 2010, 19.30 Uhr - Bergbaumuseum im Kornkasten, Steinhaus
  • St. Ulrich: Fr. 22. Januar 2010, 18 Uhr - Kulturhaus
  • Ritten:  Sa. 23. Januar 2010, 16 Uhr - Alten- und Pflegeheim Ritten, Klobenstein
  • Mals:    Do. 28. Januar 2010, 17 Uhr - Sparkasse am Hauptplatz
  • Kaltern:Fr. 29. Januar 2010, 19 Uhr - Hochparterresalotto im Sparkassenhaus am Marktsplatz
  • Schenna:Sa. 13. März 2010, 19 Uhr - Raiffeisensaal, Vereinshaus Unterwirt
  • Martell:Termin offen

 

(ip)

Links: Projektergebnisse