Präsentation des Faksimile-Nachdrucks des Don Quixote

Vergangenen Dienstag wurde in Anwesenheit von Rektor Töchterle und Vizerektor Tilmann Märk in der Claudiana der Faksimile-Nachdruck des Don Quixote von innsbruck university press präsentiert.
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Bild: Vizerektor Prof. Tilmann Märk und Dr. Enrique Rodrigues-Moura

Die Erstausgabe des Romans von Cervantes, die 1605 in Madrid gedruckt wurde, ist einer der kostbarsten Schätze aus dem „Alten Bestand“ der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol und wurde in der Claudiana anlässlich der Buchpräsentation von Mag. Peter Zerlauth ausgestellt. 

 

Seit Ende des 19. Jahrhunderts sind immer wieder Faksimile‐Editionen des Don Quixote erschienen. Keine davon war bislang erhältlich. Mit der nun bei innsbruck university press erschienenen Ausgabe soll das wertvolle Innsbrucker Exemplar zum einen in Fachkreisen bekannt, zum anderen auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Auf welchen Wegen das Quixote‐Exemplar vom spanischen Valladolid nach Innsbruck gelangte, ist bis heute unklar. Interessant ist aber, dass man im deutschsprachigen Raum neben dem Innsbrucker Exemplar nur noch eine weitere Editio‐princeps‐Ausgabe des Don Quixote kennt. Dass es in Innsbruck eine so wertvolle Erstausgabe gibt, blieb lange Zeit von der Fachwelt unbeachtet. Im Jahr 1925 veröffentlichte der Philologe Emil Winkler in der Zeitschrift Die neueren Sprachen einen kurzen Aufsatz mit dem Titel „Über ein Innsbrucker Exemplar der Erstausgabe des Don Quixote“. 2004 wurde der Romanist Enrique Rodrigues-Moura auf das Exemplar aufmerksam. Die vorliegende Ausgabe stellt nun den letzten Schritt zur breiten Bekanntmachung des Innsbrucker Exemplars dar.

 

Nach einem Vortrag zur Geschichte der philologischen und kulturellen Bedeutung des Innsbrucker Exemplars und einer Leseprobe auf spanisch von Rodrigues-Moura, las der am Vorabend mit dem Tiroler Landespreis für Kunst ausgezeichnete Raoul Schrott aus der Geschichte des Ritters von der traurigen Gestalt. Seine Episoden folgten der Spur des Ingenioso Hidalgo de la Mancha, ließen Wahnsinn und Erfindungsgabe des Don Quixote lebendig werden.

 

Im Frühjahr setzt innsbruck university press seine Belletristikreihe fort: In der "edition laurin" erscheint der neue Roman von Helene Flöss Mütterlicherseits, der Erzählband von Wolfgang Hermann In Wirklichkeit sagte ich nichts sowie der Debütroman von Birgit Unterholzner Flora Beriot.

(ip)

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