AK-Wissenschaftspreis für Uni-Innsbruck AbsolventInnen

Zwei von drei AK OÖ-WissenschaftspreisträgerInnen kommen von der Uni Innsbruck: Dr. Judith Fischer und Mag. Alexander Eder wurden vergangenen Freitag mit dem AK-Wissenschaftspreis ausgezeichnet.
Die Preiseträger v.l. Alexander Eder, Judith Fischer und Karina Lichtenberger [Foto: AK]
Bild: Die Preiseträger v.l. Alexander Eder, Judith Fischer und Karina Lichtenberger [Foto: AK]

Für ihre Arbeiten zu den Themen „Verarmungsrisiken im Wandel. Analyse des Einflusses gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedingungen auf die Beantragung von Sozialhilfe“ und „Prekäre Beschäftigung in Österreich – Ausmaß und Auswirkungen auf die Formen politischer Interessenvertretung überreichte ihnen AK-Präsident Johann Kalliauer vor kurzem je 3000 Euro Preisgeld.

 

Alle Menschen sollen gleichermaßen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können – dafür setzt sich die AK OÖ ein. Doch die Bedingungen werden schwieriger. Deshalb stand der 26. Wissenschaftspreis, der in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz vergeben wird, unter dem Motto „Soziale Gerechtigkeit in Österreich“. 71 Arbeiten wurden eingereicht. Fischer und Eder konnten sich gegen die starke Konkurrenz durchsetzen.

 
Die PreisträgerInnen & ihre Arbeiten

Dr. Judith Fischer

Die Zahl der von relativer Armut bedrohten Personen ist in westlichen Industriestaaten im Zeitverlauf stark angestiegen. Die Autorin untersucht in ihrer Arbeit die Gründe für diesen Anstieg sowie die Ausgestaltung der Armutsgefährdung. Sie beschäftigt sich eingehend mit den Verarmungsursachen und -risken. Aus ihren Ergebnissen leitet die Autorin Schlussfolgerungen für eine Reform des sozialen Sicherungssystem in Österreich ab.

Fischer ist 28 Jahre jung, Absolventin der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Verwaltungsmanagement der Fachhochschule Chur beschäftigt.

 

Mag. Alexander Eder

Der Autor untersucht prekäre und atypische Beschäftigungsverhältnisse und zeigt auf, dass die zunehmende Verbreitung dieser Arbeitsformen den Arbeitsmarkt nachhaltig beeinflussen. Es kommt zu einer Spaltung in relativ gut abgesicherte Arbeitsverhältnisse einerseits und solche, die von Marginalisierung bedroht sind, andererseits. Die Verunsicherung am Arbeitsmarkt wirkt sich auf die gesamte Arbeitssituation, aber auch auf die politische Beteiligung aus. Abschließend stellt er dar, welche Herausforderung diese Entwicklung für die gewerkschaftliche Organisierung mit sich bringt.

Eder ist 25 Jahre jung, hat das Studium der Politikwissenschaften absolviert und möchte nun seinen Doktor machen. Außerdem ist er in der freizeitpädagogischen Jugendbetreuung aktiv.

 

Ausschreibung 2010

Auch 2010 wird die AK wieder einen Wissenschaftspreis verleihen. Arbeiten, die im Zusammenhang mit dem Thema „Chancen durch Bildung“ stehen, können ab sofort beim Wissenschafts- und Forschungsmanagement der AK OÖ, Volksgartenstraße 40-42, 4020 Linz, eingereicht werden.

(ip) 

 

 

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