Symposium zur Apokalypse von den Anfängen bis ins 12. Jahrhundert

Vom 28. September bis 1. Oktober fand an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni Innsbruck eine internationale und interdisziplinäre Tagung des Instituts für Christliche Philosophie zur Ausdeutung der Johannes-Offenbarung von der Spätantike bis zum Hochmittelalter statt.
Eine internationale und interdisziplinäre Tagung des Instituts für Christliche Philosophie beschäftigte sich Ende September mit der Ausdeutung der Johannes-Offenbarung von der Spätantike bis zum Hochmittelalter.
Bild: Eine internationale und interdisziplinäre Tagung des Instituts für Christliche Philosophie beschäftigte sich Ende September mit der Ausdeutung der Johannes-Offenbarung von der Spätantike bis zum Hochmittelalter.

Dazu eingeladen hatten MMag. Rainer Klotz und Dr. Christoph Winterer vom FWF-Projekt ‚Die kritische Edition von In Apocalypsin des Rupert von Deutz’ am Institut für Christliche Philosophie. In diesem Projekt wird zur Zeit unter der Leitung von Prof. DDr. Gerhard Leibold Ruperts Apokalypsenkommentar, der im 12. Jahrhundert eine Wende im Verständnis des letzten Buches der Bibel herbeigeführt hat, erforscht und herausgegeben.

 

Im Rahmen des Symposiums beschäftigten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in insgesamt 22 Vorträgen mit Themen wie der frühen Rezeption der Johannes-Apokalypse, der Verwendung der Apokalypse in der Liturgie, den Kommentaren der lateinischen Exegeten, der Rezeption der Apokalypse im 10. und 11. Jahrhundert, der Deutung von Einzelabschnitten der Apokalypse sowie dem umstrittenen Thema der Interpretation und der Rezeption der Exegese in den bebilderten Apokalypsen.

 

Im Abschlussvortrag ermöglichte Prof. Roman Siebenrock vom Institut für Systematische Theologie den Anwesenden auch einen Blick auf die Apokalypse aus Sicht der modernen Systematischen Theologie. Hier kam einmal die große, bis heute ungeklärte Spannung der apokalyptischen Gewalt zur Friedensverheißung und versöhnungsstiftenden Heilstat Christi zur Sprache, die in den spätantiken und mittelalterlichen Kommentaren wenig Beachtung findet.

 

Einen künstlerischen Höhepunkt der Tagung stellte zweifellos das Orgelkonzert in der frisch restaurierten Wiltener Stiftskirche St. Laurentius und Stephanus dar. Kurt Estermann hatte eigens dafür eine eindrucksvolle Orgelimprovisation vorbereitet, die im Wechsel mit einer Lesung von ausgewählten Bibelstellen vorgetragen wurde.

 

„Wir waren selbst vom großen Interesse im In- und Ausland an dieser Tagung überrascht und sind sehr glücklich über das durchgängig hohe Niveau der Vorträge. Wir streben auch eine rasche Publikation der Tagungsbeiträge an“, zeigten sich die Organisatoren, MMag. Rainer Klotz und Dr. Christoph Winterer erfreut.

(ip)

Links: Institut für Christliche Philosophie 

 

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