Unterwegs mit der Baufakultät

Auch in den Sommermonaten bot die Fakultät für Bauingenieurwissenschaften Exkursionen und Alumni-Reisen an: Diese führten in ferne Länder - wie Island und Grönland – oder in die nähere Umgebung wie zum Trinkwasserkraftwerk im Halltal.
Die ExkursionsteilnehmerInnen konnten zahlreiche Eindrücke - wie heir in Grönland - sammeln.
Bild: Die ExkursionsteilnehmerInnen konnten zahlreiche Eindrücke - wie heir in Grönland - sammeln.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Bauingenieurexkursion wurden auch heuer wieder in der vorlesungsfreien Zeit Exkursionen angeboten, die in Kooperation mit der Koordinationsstelle für Weiterbildung an der Universität Innsbruck, dem Alumni - Verein und dem Österreichischen  Ingenieur- und Architektenverein, Landesverein Tirol, durchgeführt werden. Diese Exkursionen sind auch für externe Interessierte zugänglich und bereichern durch die interdisziplinäre Betrachtung der Besichtigungspunkte.

Ende August besuchte eine Gruppe von 27 TeilnehmerInnen das Stollenkraftwerk im Halltal. Die Stadtwerke Hall in Tirol GmbH hat in den 90er-Jahren in das Bettelwurfmassiv einen etwa einen Kilometer langen Stollen zu den wasserführenden Schichten errichten lassen und nutzt einerseits das Stollen-Gefälle für die Energiegewinnung und andererseits das Wasser als Trinkwasser für Hall, Absam und Mils.

Die Exkursionsteilnehmer erhielten fundierte Informationen aus erster Hand von DI Mag. Artur Egger, Technischer Direktor der Stadtwerke Hall in Tirol GmbH. 

 

Geothermie in Island

Bereits Anfang Juli führte die Fakultät für Bauingenieurwissenschaften unter der Leitung von Dr. Reinhold Friedrich eine Bauingenieur-Exkursion und Alumni-Reise nach Island, mit der Verlängerungsmöglichkeit nach Grönland durch. 17 TeilnehmerInnen nahmen an der Exkursion nach Island teil, sechs kamen auch mit nach Grönland.

Die Route führte, ergänzt mit kleinen Abstechern ins Landesinnere, entlang der Ringlinie rund um Island. Geologie und die erneuerbare Energie in Form der Geothermie bzw. Wasserkraft bildeten den Schwerpunkt des wissenschaftlichen Programms. Durch die Teilnahme von Kolleginnen und Kollegen anderer Fakultäten, bzw. Absolventen und weitere Interessierte wurden die Bereiche Botanik, Finanzwissenschaften, Geodäsie und Wildbachverbauung hervorragend ergänzt.

Die Gruppe konnte u.a. im Rahmen von Spezialführungen das neue Geothermie-Kraftwerk Hellisheidi (im Südwesten Islands, nahe Nesjavellir) und die in Fertigstellung befindliche Wasserkraftanlage Karahnjukar mit der Fljotsdalur Kraftwerkskaverne im Nordosten Islands besichtigen. An mehreren Stellen wurden geologische Highlights besucht, u.a. bei Hveragerdi und bei Myvatan. Dabei wurden den TeilnehmerInnen die Entstehung geologischer Vorgänge z.B. an den Geysiren oder an schlamm-blubbernden „Bodenöffnungen“ sehr anschaulich nahegebracht.

Die TeilnehmerInnen konnten auch die abbrechenden Eisberge an der Südseite des Vatnajökull und eine Wal-Gruppe bei Husavik aus nächster Nähe beobachten.

 

Veränderungen der Gletscher in Grönland

Eine kleine Gruppe von 6 TeilnehmerInnen verlängerte noch für eine Woche und reiste weiter nach Grönland, um von Ilulissat aus die Westküste zu entdecken. Der Schwerpunkt der Verlängerungswoche lag in der intensiven Beobachtung der Gletscherveränderungen im Raum Ilulissat und in der Beobachtung der sich verändernden Sozialstrukturen der Inuits. Eine „Jahrhundertwoche“ mit fast wolkenlosem Wetter und überaus angenehmen Temperaturen erleichterten die Ausflüge mit Fischerbooten und Hubschrauberflügen - aber auch mehrstündige Überland-Wanderungen vertieften die Eindrücke dieser unwirtlichen Gegend.

 

Die TeilnehmerInnen der Exkursion nach Island-Grönland werden am Freitag, 16.10.2009, um 18 Uhr im Großen Hörsaal der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften einen öffentlich zugänglichen  „Multivisios-Bericht“ erstatten.

Informationen zu den geplanten Exkursionen finden Sie hier. 

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