Uni-Angehörige wurden ausgezeichnet

LH Günther Platter überreichte gemeinsam mit seinem Südtiroler Amtskollegen LH Luis Durnwalder vergangenen Samstag Verdienstkreuze, Verdienstmedaillen, Lebensrettermedaillen und Erbhof-Urkunden des Landes Tirol. Unter den Ausgezeichneten waren auch Angehörige der Universität Innsbruck.
Prof. Lukesch, Prof. Hippler und Ass.-Prof. Gritsch erhielten vergangenen Samstag das Verdienstkreuz des Landes Tirol. [Foto: Land Tirol]
Bild: Prof. Lukesch, Prof. Hippler und Ass.-Prof. Gritsch erhielten vergangenen Samstag das Verdienstkreuz des Landes Tirol. [Foto: Land Tirol]

„Es ist etwas ganz Besonderes, wenn Tirol und Südtirol am gemeinsamen Landesfeiertag jenen danken, die sich durch Uneigennützigkeit und ehrenamtlichen Einsatz besondere Verdineste um das Land Tirol erworben haben“, betonte LH Günther Platter in seiner Ansprache. „Es sind diese `Helden des Alltags´, die unser Land so schön machen und denen wir für ihren Einsatz danken wollen, der unsere Gemeinschaft stärker und lebenswerter macht. Sie sind das Fundament einer lebendigen und starken Gesellschaft“, so Platter weiter.

 

Prof. Dieter Lukesch, langjähriger Dekan der Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik, erhielt das Verdienstkreuz des Landes Tirol für seine Verdienste um die Universität Innsbruck und die österreichische Politik. Dieter Lukesch war seit 1982 Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre am Institut für Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik der Universität Innsbruck. Er war langjähriges Mitglied des Akademischen Senats, der Hochschulplankommission unter BM Firnberg sowie in der Taskforce UG 2002 im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und wurde  2004 zum Dekan der neugegründeten Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik ernannt. Abseits der Wissenschaft ist er als Wissenschaftssprecher der ÖVP im Nationalrat bekannt geworden, dem er von 1990 bis 1999 angehörte.

 

Msgr. Prof. Bernhard Hippler wurde ebenfalls mit dem Verdienstkreuz des Landes Tirol ausgezeichnet. Er erhielt die Ehrung  für seine Verdienste als langjähriger Universitätspfarrer; ein Amt das er seit 1979 ausübt. Hippler gab der Innsbrucker Hochschulseelsorge durch die Errichtung einer selbständigen Personalpfarre für die Universität eine neue Struktur. Innsbruck erhielt dadurch die erstes „Universitätspfarre“ in Österreich.

 

Auch Ass.-Prof. Dr. Helmut Gritsch, ehemaliger Wissenschaftler am Institut für Geschichte, wurde mit dem Verdienstkreuz des Landes ausgezeichnet. Seine Forschungsinteressen liegen in Untersuchungen zur gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und geistigen Krise am Beginn des 16. Jahrhunderts sowie zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte vom 17. bis 19. Jahrhundert. Er lieferte auch Beiträge zur Mikrohistorie wie zum Beispiel 1200 Jahre Dorfgeschichte von Naturns oder das zweisprachige Dorfbuch von Neumarkt an der Etsch. Neben der wissenschaftlichen Arbeit war Gritsch vom Akademischen Senat mit der Koordinierung der Fragen und notwendigen Ergänzungsprüfungen, die bei der Anerkennung von Studientiteln zwischen Österreich und Italien sowie bei der Berufsausübung anfallen, beauftragt.

 

Monika Viehweider, Vorsitzende des Betriebsrates der Medizinischen Universität Innsbruck, war ebenfalls unter den Ausgezeichneten. Sie erhielt die Verdienstmedaille des Landes Tirol.

(sr)