Platz 1 für Uni-Lehrling

Seit rund 25 Jahren bildet die Universität Innsbruck Lehrlinge in den verschiedensten Sparten aus, kürzlich mit einer besonderen Auszeichnung: Am 26. Juni ging Stephanie Senoner, Lehrling am Institut für Translationswissenschaft, als Siegerin beim Landeslehrlingswettbewerb in ihrer Sparte hervor und setzte sich damit gegen 850 MitbewerberInnen durch.
Stephanie Senoner, Lehrling am Institut für Translationswissenschaft, gewann kürzlich den Landeslehrlingswettbewerb in ihrer Sparte.
Bild: Stephanie Senoner, Lehrling am Institut für Translationswissenschaft, gewann kürzlich den Landeslehrlingswettbewerb in ihrer Sparte.

Der Landeslehrlingswettbewerb ist eine Veranstaltung der Wirtschaftskammer Tirol, bei der Lehrlinge aus dem ganzen Land ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können. Nach einem theoretischen Auswahlverfahren, mit Fragen zu Fachwissen und Allgemeinbildung, durften sich die besten 40 TeilnehmerInnen dem praktischen Teil des Wettbewerbs unterziehen. Die Aufgabenstellungen für den Praxispart waren vielfältig und reichten von der Erstellung einer Bewerbungsmappe bis hin zur Beantwortung von Beschwerdebriefen. Gemeinsam mit ihren KollegInnen vom Institut für Translationswissenschaft bereitete sich Stephanie Senoner auf die Prüfung vor. Die Schirmherrschaft übernahm dabei Erika Scharfs, die sich als Stephanies Ausbilderin über die Auszeichnung natürlich besonders freut: „Wir sind wirklich stolz auf Stephanie, die ihre Aufgaben sehr gut gemeistert hat.“

 

Softskills: Schlüsselkompetenzen am heutigen Arbeitsmarkt

Einig sind sich Stephanie Senoner und Erika Scharfs darüber, dass ein gutes Zusammenspiel von AusbilderIn und Lehrling äußerst wichtig ist. Falls es dennoch einmal zu Problemen kommt, steht der Lehrlingskoordinator der Uni Innsbruck, Manfred Krotthammer, als Ansprechpartner sowohl für die AusbilderInnen als auch für die Lehrlinge zur Verfügung. Eine umfassende Betreuung wird den Lehrlingen aber nicht nur im persönlichen Bereich, sondern auch im fachlichen zuteil: „In den letzten Jahren hat sich hinsichtlich der Lehrlingsausbildung sehr viel getan“, bestätigt Erika Scharfs. Die Bestrebungen der Universität Innsbruck, die Lehrlinge vor allem auch im Bereich Softskills durch unterschiedliche Programme auszubilden, hebt Mag. Alexandra Brunner-Schwaiger von der Stabsstelle für Personalentwicklung hervor: „Die Förderung von sozialen Kompetenzen ist uns außerordentlich wichtig. Deshalb organisiert die Personalentwicklung jedes Jahr spezielle Fortbildungen für Lehrlinge, die Ausbildungsbestandteil sind: Exkursionen zu verschiedenen Einrichtungen der Uni stehen dabei ebenso auf dem Programm wie Suchtprävention, Risikomanagement oder Kurse zu sicherem Auftreten.“

 

Lehre als kontinuierlicher Reifungsprozess

Die Förderung trägt Früchte: Stephanie hat sich dazu entschlossen, neben der Lehre auch noch die Matura zu machen und bekam dafür 200 Euro pro Jahr von der Universität zur Verfügung gestellt. Mittlerweile ist die Ausbildung kostenlos. Stephanies Pläne für die Zukunft sind ambitioniert: Sie will im nächsten Sommersemester ein Studium der Rechtswissenschaften und der Psychologie an der Universität Innsbruck beginnen. „Es ist sehr schön, einem jungen Menschen bei seinem Reifungsprozess zuzusehen“, stellt Erika Scharfs fest und versichert, Stephanie Senoner auch weiterhin bei ihrer Entwicklung zu unterstützen.

 

Lehrlinge an der Universität Innsbruck

Im August schließt Stephanie ihre Lehre ab. Für die Universität Innsbruck geht die Ausbildung von motivierten Jugendlichen jedoch wieder in eine neue Runde: Im Herbst starten elf Lehrlinge ins Berufsleben. Insgesamt werden an der Universität 23 Lehrlinge von 19 geprüften AusbilderInnen betreut und können sich beispielsweise zu GärtnerInnen, ChemielaborantInnen oder IT-InformatikerInnen ausbilden lassen. Besonders abwechslungsreich gestaltet sich die Ausbildungszeit für kaufmännische Lehrlinge, die während ihrer Lehrzeit im Sinne des Rotationskonzepts 32 Wochen in verschiedensten Abteilungen verbringen.

(ck)

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