„Bereicherung für die Bankenwelt“

Beim diesjährigen Postbank Finance Award belegten StudentInnen der Universität Innsbruck einen Platz unter den Top 7 und stellten damit ihr Können eindrucksvoll unter Beweis: Der Beitrag des Teams zum Thema „Verstärkungsmechanismen der Finanzkrise“ brachte Ihnen nicht nur den Beifall der Jury ein, sondern überdies auch ein Preisgeld von 2.500 Euro.
Die Innsbrucker Studierenden freuen sich über ihren Erfolg beim Postbank Finance Award
Bild: Die Innsbrucker Studierenden freuen sich über ihren Erfolg beim Postbank Finance Award

„Wir sind stolz, dass wir zu den Top 7 gehören. Ich denke, wir haben unsere Universität würdig vertreten“, freut sich Johannes Brustbauer, der neben Tobias Schlager, Daniela Stimmelmayr, Sarah Rainer-Wieser und Claudio Willi mit dem Preis ausgezeichnet wurde. Insgesamt 38 studentische Teams von 26 Universitäten und Fachhochschulen aus Deutschland und Österreich haben sich in den vergangen acht Wochen der von der Postbank vorgegebenen Aufgabe gestellt, „Lehren aus der Finanzkrise“ zu formulieren. In ihrer Arbeit beschäftigten sich die Innsbrucker StudentInnen unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Matthias Bank mit den Problemfeldern „Maturity Mismatch“ und „kurzfristige Refinanzierung“ sowie Ansätze zu deren Regulierung. Die Ergebnisse des Wettbewerbsbeitrags erklärt Johannes Brustbauer folgendermaßen: „Banken verleihen Kredite langfristig und finanzieren diese zum größten Teil immer nur kurzfristig. Das daraus entstehende Ungleichgewicht kann Wirtschaftskrisen weiter verschärfen. In unserer Arbeit beschreiben wir, wie ein erweiterter Puffer aus Eigenkapital diesem Risiko vorbeugen würde.“

 

Studentische Pionierarbeit und Impuls gebende Kreativität

Der Postbank Finance Award wird seit 2003 jährlich ausgeschrieben. Das erklärte Ziel ist es, unter dem Motto „Zukunft verstehen – Zukunft gestalten“ innovative und wissenschaftlich fundierte Antworten auf aktuelle finanzwissenschaftliche Fragen zu fördern. Auch heuer ist dies den StudentInnen wieder ausnahmslos geglückt: „Die Teams haben zum Teil echte Pionierarbeit geleistet“, zollt Stefan Jütte, Vorstand Kredit der Deutschen Postbank AG und Schirmherr des Wettbewerbs den Studierenden bei der Preisverleihung Tribut. „In einem wissenschaftlich noch wenig erforschten und zugleich politisch umstrittenen Feld haben sie methodisch gerechtfertigte Erkenntnisse gewonnen, wie künftige Krisen eingedämmt oder zumindest besser bewältigt werden können. Die Studentinnen und Studenten haben bewiesen, dass sie etwas bewegen wollen und dass auch wir von ihnen und von ihrer Kreativität etwas lernen können.“

 

Sprungbrett Postbank Finance Award

Solches Lob setzt viel Arbeit voraus: Jeder einzelne des fünfköpfigen Teams aus Innsbruck hat in der Zeit von Januar bis März weit über 300 Arbeitsstunden in das Projekt investiert. Nichtsdestotrotz können sie anderen StudentInnen eine Teilnahme am Wettbewerb nur empfehlen: „Allein die Erfahrungen, die man in einem derartigen Wettbewerb sammelt, sind immens und unterstützen das weitere Studium und einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben“, ist Johannes Brustbauer überzeugt.

 

Award 2010

Der Startschuss zum Postbank Finance Award 2010 fällt im Oktober. StudentInnen sind aufgefordert, sich mit dem Thema „Retailbanking im Spannungsfeld zwischen kurzfristigem Verkaufserfolg und langfristigem Kundennutzen“ auseinanderzusetzen. Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall: Das Preisgeld von insgesamt 70.000 Euro kommt den Studierenden sowie zu 80 Prozent der Ausstattung der Hochschule zugute. Zusätzlich werden alle Beiträge von faz.net online veröffentlicht.

(ip/ck)

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Weitere Informationen zum Postbank Finance Award 

 

 

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