Festakt zu Ehren Adolf Leidlmairs

Am 6. Juni veranstaltete das Institut für Geographie anlässlich des 90. Geburtstages von em.o.Univ.-Prof. Dr. Adolf Leidlmair ein Festkolloquium im Kaiser Leopold Saal der Theologischen Fakultät.
Anlässlich des 90. Geburtstages von Adolf Leidlmair fand am 6. Juni ein Festakt statt.
Bild: Anlässlich des 90. Geburtstages von Adolf Leidlmair fand am 6. Juni ein Festakt statt.

Vizerektor Wolfgang Meixner, Prof. Martin Coy, Dekan der Fakultät für Geo- und Atmosphärenwissenschaften, sowie Vertreter der Österreichischen Geographischen Gesellschaft, des Landes Südtirol und auch der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, deren korrespondieres Mitglied Adolf Leidlmair ist, richteten im Rahmen des Festaktes Grußworte an den Jubilar. Rund 100 Weggefährten, Schüler und Kollegen Leidlmairs waren aus nah und fern zu diesem Ereignis gekommen. Besonders zahlreich waren Kollegen und Schüler aus Tübingen angereist, wo Leidlmair seine wissenschaftliche Karriere begonnen hat.

 

Der Festvortrag wurde von Peter Meusburger, ein Schüler Leidlmairs und Professor in Heidelberg, gehalten und behandelte das Thema Wandel und Beharrung in der Geographie. Ein weiterer Schüler von Adolf Leidlmaier, Klaus Rother, Professor in Passau, blickte in seiner Laudatio nicht nur auf die wissenschaftlichen Leistungen des Jubilars zurück, sondern brachte die Zuhörer auch mit manchen humorigen Erinnerungen zum Schmunzeln.

 

Der Festakt wurde vom Nachfolger des Jubilars, Prof. Dr. Axel Borsdorf, moderiert und musikalisch von einem Schüler, Prof. Hannß aus Tübingen, und zwei jungen Musikantinnen, Töchter einer Schülerin von Hannß, umrahmt. Mit einem gemeinsamen Mittagessen klang die Veranstaltung aus.

 

Zur Person:

Adolf Leidlmair wurde nach Promotion in Innsbruck, Habilitation in Tübingen und Professuren in Karlsruhe und Bonn 1969 als Nachfolger seines Lehrers Hans Kinzl auf den Lehrstuhl für Geographie in Innsbruck berufen. In seiner rund dreißigjährigen aktiven Zeit an der Universität Innsbruck hat er das Institut geprägt und seine heutige gute Position in der deutschsprachigen Geographie begründet und gefestigt. Um Forschungsergebnisse auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gründete er die Innsbrucker Geographische Gesellschaft. Leidlmair war einer der letzten Geographen, die sowohl naturwissenschaftliche als auch sozialwissenschaftliche Inhalte und Methoden der Geographie gleichermaßen beherrschten. Er war ein beliebter, wenn auch strenger Lehrer, der seinen Schülern solides Wissen und Urteilsfähigkeit vermittelte.

Leidlmair hat mehr als 160 Publikationen der Wissenschaft zur Diskussion gestellt, er publiziert auch heute noch, obwohl inzwischen die Altersliste der  Innsbrucker Universitätsprofessoren anführt. Bei aller Breite seiner Interessensgebiete hängt  sein Herz an Tirol, und insbesondere Südtirol. Der Landeskunde Tirols sind über 100 seiner Arbeiten gewidmet.

Adolf Leidlmair erhielt im Laufe seiner wissenschaftliche Karriere zahlreiche Auszeichungen, darunter das Große Silberne  Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich (1986), di Franz von Hauer Medaille (1989), das Ehrenzeichen des Landes Tirol (1989) zbd den Tiroler Landespreis für Wissenschaft (1996)

Neben seiner Tätigkeit als Universitätsprofessor hatte Leidlmair zahlreiche weitere Funktionen inne, wie beispielsweise Vorstandsmitglied der Österreichischen Geographischen Gesellschaft, Gründer der Innsbrucker Geographischen Gesellschaft, Präsident des Nationalkomitees der International Geographical Union, Obmann des Verbandes für Heimatschutz Tirol, Mitglied des wiss. Rates der Stiftung Giovanni Angelini - Centro STudi sulla Montagna, Mitglied des Zentralausschusses für deutsche Landeskunde oder  Obmann der Dr. Friedrich Tessmann Stiftung.

 

(ip)