Globale Ethik und der Dialog der Kulturen

Unter diesem Titel treffen sich vom 04. bis 07. Juni Internationale Expertinnen und Experten in Innsbruck, um die Rolle der Kulturen im europäischen Integrationsprozess vor dem Hintergrund der Globalisierung zu diskutieren.
Globale Ethik und der Dialog der Kulturen ist der Titel einer internationalen Tagung, die derzeit in Innsbruck stattfindet. [Foto: pixelio.de]
Bild: Globale Ethik und der Dialog der Kulturen ist der Titel einer internationalen Tagung, die derzeit in Innsbruck stattfindet. [Foto: pixelio.de]

„Globalisierung wird oft nur mit Fragen der Ökonomie in Zusammenhang gebracht. Diese Sichtweise scheint uns als zu einfach. Eine der Hauptfragen, der sich das Symposium widmet, lautet daher: Was bedeutet Globalisierung für den europäischen Integrationsprozess im Hinblick auf den Dialog der Kulturen“, erklärte Prof. Helmut Reinalter vom Institut für Geschichte am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz. Gemeinsam mit der Societá Europea di Cultura, Venedig und dem Italienzentrum der Uni Innsbruck organisierte Reinalter das Symposium, das zahlreiche ExpertInnen nach Innsbruck bringt. Weitere Kooperationspartnter des Symposiums sind das Privatinstitut für Ideengeschichte und die Moser-Holding.

 

Globales Modell von Ethik

In den Vorträgen werden Probleme der Ethik diskutiert, die durch die Globalisierung und die Diskussionen über Sinn- und Orientierungskrisen auf großes Interesse stoßen. In insgesamt fünf Blöcken wird versucht, Ansätze eines globalen Modells von Ethik zu beleuchten. Neben theoretischen Vorträgen sollen auch konkrete Beispiele aus der Praxis vorgestellt werden. Im Rahmen des Symposiums sprechen u.a. der Religionswissenschaftler und Generalsekretär der Stiftung Weltethos, Stephan Schlensog, Franz Fischler und Heinrich Neisser.  Der bekannte Islamwissenschaftler Udo Steinbach wird als ein Fallbeispiel den Dialog zwischen und Europa und dem Islam beleuchten. 

 

„Ziel unseres Symposiums ist es, einen bescheidenen wissenschaftlichen Beitrag zur Rolle des interkulturellen Dialogs in Zusammenhang mit dem europäischen Integrationsprozess zu leisten“, so Reinalter.

Details zum Programm finden Sie hier.