Das Bierstindl als Wespennest

Die französische Theatertruppe „le guêpier“ („Wespennest“), bestehend aus Romanistik-Studierenden der Uni Innsbruck präsentierte an drei Abenden im Kulturgasthaus Bierstindl Absurdes und Skurriles.
Die Theatertruppe „le guêpier“zeigte im Bierstindl Absurdes und Skurriles
Bild: Die Theatertruppe „le guêpier“zeigte im Bierstindl Absurdes und Skurriles

Die Truppe der Romanistik Innsbruck hat unter ihrer Leiterin Marianne Toesca einen unverwechselbaren Stil entwickelt: In schwarz-weißen Kostümen und sparsamem Dekor präsentieren die Studierenden kleine absurde Szenen von großer Intensität und Seltsamkeit.

 

Durch den Abend mit dem Titel „la bouche en corps“ („der Mund im Körper“) führte ein unbeholfener Präsentator, der zuerst seine Handzettel vermisste und dann zum Bühnefegen verdonnert wurde. Dann sah man unter anderem drei farblose Büroangestellte, die erst durch den Selbstmord des einen von ihnen dazu angeregt wurden, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen – indem sie den leblosen Körper als Marionette ausstaffierten und die wildesten Szenen mit ihm inszenierten.

 

Ein Pantomime war zu sehen, der Abend für Abend das Drehen und Rauchen einer unsichtbaren Zigarette übte und erst damit aufhörte, als er davon realen Husten bekommen hatte. Drei Personen mit Clowngesichtern versuchten sich mit – und gegeneinander an eine Begegnung der anderen Art zu erinnern – eine Begegnung mit etwas, das nicht zu sehen und nicht zu verstehen, aber angenehm anzufühlen und wie ein Schmetterling zu verfolgen war und das schließlich von ihnen in der Gestalt eines hundeähnlichen Morgens erstochen wurde.

 

Das Publikum war gleichermaßen amüsiert, befremdet und begeistert.

(ip)

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