Who cares?

Diese Frage stellten internationale WissenschaftlerInnen im Rahmen einer Forschungstagung vom 14. – 15. Mai an der Uni Innsbruck, die die Pflege- und Betreuungsthematik aus der geschlechterkritischen Perspektive betrachtete.
VR Margret Friedrich eröffnete die Tagung; im Bild auch die InitiatorInnen der Tagung: Prof. Erna Appelt, Dr. Maria Heidegger, Prof. Max Preglau und Dr. Maria Wolfg (v.l.)
Bild: VR Margret Friedrich eröffnete die Tagung; im Bild auch die InitiatorInnen der Tagung: Prof. Erna Appelt, Dr. Maria Heidegger, Prof. Max Preglau und Dr. Maria Wolfg (v.l.)

„Das Thema Betreuung und Pflege entzieht sich in den meisten Fällen der Öffentlichkeit. Ein Anliegen dieser Tagung ist es, hinter die Kulissen zu schauen“, erklärte Prof. Erna Appelt, die Leiterin der Forschungsplattform Geschlechterforschung an der Uni Innsbruck, bei der Eröffnung der Forschungstagung. Dabei konnte Appelt neben WissenschaflerInnen der Universität Innsbruck auch zahlreiche internationale Expertinnen und Experten begrüßen, die das Thema Pflege und Betreuung aus den verschiedensten Wissenschaftsbereichen beleuchteten. „Neben den vielen hochkarätigen Forscherinnen und Forschern die zu unserer Tagung gekommen sind, freue ich mich auch besonders, dass viele NachwuchswissenschaftlerInnen unserer Einladung gefolgt sind“, so Appelt.

 

Im ersten Teil der Tagung stellten Mitglieder der Gruppe CARE, einer Forschungsgruppe innerhalb der Forschungsplattform Geschlechterforschung, die Herangehensweisen der einzelnen Wissenschaftsdisziplinen vor: Dr. Maria Heidegger präsentierte den historischen Blick auf die Fragen der Pflege und Betreuung, der Soziologe Prof. Max Preglau stellte die Herangehensweise der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften vor und Dr. Maria Wolf arbeitete die Gemeinsamkeiten von Pflege und Betreuung mit den Erziehungswissenschaften heraus.

 

Dem Einführungsvortrag folgten einzelne Panels zu den Themen „das Geschlecht der Pflege“, „AkteurInnen/Handlungsfelder“, „soziologisch-demografische Entwicklung - ökonomische Rahmenbedingungen“ sowie „politisch-rechtliche Rahmenbedingungen“. Ein Thema zog sich durch alle Beiträge: Die auffallend starke gesellschaftliche Ungleichverteilung von unbezahlter Pflege und Betreuung zwischen den Geschlechtern. Diese Betreuung- und Pflegearbeit als gesellschaftlich wertvolle und wichtige Arbeit sichtbar zu machen, war eines der vorrangigen Ergebnisse dieser Forschungstagung.

 

Forschungsplattform Geschlechterforschung

An der Forschungsplattform Geschlechterforschung, die seit Jänner 2008 die Bereiche Frauenforschung, feministische Forschung und Genderforschung an der Uni Innsbruck vereint, beteiligen sich über 40 WissenschaftlerInnen aus neun Fakultäten und dem Forschungsinstitut Brenner Archiv. Das Ziel der Forschungsplattform ist es, Frauen-, Gender- und feministische Forschung an der Universität Innsbruck optimal zu vernetzten, Forschungsergebnisse besser sichtbar zu machen sowie die Integration in die internationale Forschung und die internationale Frauenbewegung zu stärken.

 

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