Hohe Auszeichnung für Helmut Reinalter

Landeshauptmann Günther Platter überreichte am Donnerstag im Landhaus das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse an den Historiker Prof. Helmut Reinalter.
Günther Platter übergibt die Auszeichnung an Prof. Helmut Reinalter.
Bild: Günther Platter übergibt die Auszeichnung an Prof. Helmut Reinalter.

„Die heute ausgezeichneten Persönlichkeiten sind Vorbilder unserer Gesellschaft, sie tragen in hohem Maße Verantwortung im Rahmen ihrer Tätigkeiten und leisten darüber hinaus weit mehr als man von ihnen erwarten und verlangen kann. Ihnen allen möchte ich heute – im Namen des Landes Tirol – sehr herzlich für ihr vorbildhaftes Wirken und Engagement danken“, sagte Günther Platter bei der Verleihung der Bundesauszeichnungen am Donnerstagnachmittag im Parissaal des Landeshauses. Er überreichte die Auszeichnungen in Vertretung von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer an elf verdiente Persönlichkeiten als sichtbares Zeichen des Dankes und der Anerkennung für Verdienste um das Land Tirol. Prof. Helmut Reinalter vom Institut für Geschichte und Ethnologie erhielt das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse. Neben ihm wurden Vertreter aus Medizin, Tourismus und Verwaltung ausgezeichnet.

 

Aufklärung und Moderne

Helmut Reinalter begann seine Karriere als wissenschaftliche Hilfskraft am damaligen Historischen Institut der Universität Innsbruck und promovierte 1971 nach dem Studium der Geschichte und Philosophie. 1978 folgte seine Habilitation für die Geschichte der Neuzeit, seit 1981 wirkt er als Universitätsprofessor in Innsbruck. Zu Reinalters Forschungsschwerpunkten zählen die europäische Aufklärung und Aufklärungsprozesse seit dem 18. Jahrhundert, politische und soziale Ideengeschichte, politische Philosophie, die Französische Revolution, Demokratie- und Freimaurerforschung. Seit 2005 ist Prof. Reinalter auch Leiter des Innsbrucker Forums zur wissenschaftlichen Förderung des Projekts Weltethos: In dieser Funktion arbeitet er eng mit dem Tübinger Theologen Hans Küng zusammen. Bereits 1972 erhielt Helmut Reinalter für seine Doktorarbeit den Theodor-Körner-Preis, 1978 für die Habilitationsschrift den Lepold-Kunschak-Preis. Für seine Verdienste um Wissenschaft und Forschung wurden ihm bereits das Große Silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich und das Verdienstkreuz des Landes Tirol verliehen. Der langjährige Universitäts-Koordinator für Frankreich ist außerdem vom Bildungsministerium in Paris zum „Chevalier dans l’Ordre des Palmes académiques“ ernannt worden. Prof. Helmut Reinalter ist Leiter des von ihm begründeten Privatinstituts für Ideengeschichte, Mitglied des Club of Rome und zahlreicher internationaler wissenschaftlichen Gesellschaften: „Ein Tiroler Historiker, der über die Landesgrenzen hinaus höchstes Ansehen genießt und zugleich im unermüdlichen Einsatz für seine Studenten gestanden hat“, beschrieb der Laudator den Geehrten.

 (cf)

Links