Risikomanagement im Fokus

Zum dritten Mal fand vom 02. bis 04. April der vom Institut für Banken und Finanzen organisierte Workshop zum Thema 'Risikomanagement' im Universitätszentrum Obergurgl statt.
Aktuelle Fragen zum Risikomanagement standen im Zentrum eines Workshops im Universitätszentrum Obergurgl
Bild: Aktuelle Fragen zum Risikomanagement standen im Zentrum eines Workshops im Universitätszentrum Obergurgl

Bei den zahlreichen Vorträgen standen Fragen im Vordergrund, die aufgrund der Finanzkrise an Aktualität kaum zu überbieten sind. Für die meisten Vortragenden war es daher gerade in diesem Jahr leicht, die Zuhörenden für ihre Forschungsarbeit zu interessieren. Manche Vortragende konnten es sich sogar erlauben die Motivation für ihre Forschungsarbeit mit einem kurzen "no need to say" zusammenzufassen.

 

Ein Schwerpunkt der Arbeiten beschäftigte sich mit Ansätzen, wie insbesondere Kreditrisiken besser erkannt und genauer bewertet werden können. Dass die aktuelle Finanzkrise ihren Ausgangspunkt im US-Häusermarkt, und hier insbesondere im sogenannten Subprime-Segment hat, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Gerade dort wurden Hypothekarkredite allzu sorglos, wenn nicht sogar fahrlässig vergeben. Ein Grund dafür war die Möglichkeit diese Kredite in strukturierten Finanzprodukten zu bündeln und an internationale Investoren weiter zu reichen. Aufgrund der Bündelung der einzelnen Risiken stellt sich die Frage wie das Risikoprofil des Aggregats aussieht; eine Frage die auch auf theoretischer Ebene nicht leicht zu modellieren und zu beantworten ist. Eine Schlüsselgröße spielt dabei die Abhängigkeitsstruktur der einzelnen Risiken untereinander. Ein Thema, dass auch der diesjährige Keynote Speaker Univ.Prof.Dr. Stefan Pichler von der Wirtschaftsuniversität Wien in seinem Vortrag "Estimating asset correlation" in den Mittelpunkt stellte.

 

Ein zweiter Schwerpunkt in den vorgestellten Arbeiten lag auf dem Liquiditätsrisiko, das ebenfalls nicht zuletzt mit der aktuellen Krise in den Fokus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung gerückt ist.

 

Ein Großteil der Teilnehmer des Workshops kam aus dem deutschsprachigen Raum, beispielsweise von den Universitäten Hannover, Karlsruhe, München, Saarbrücken, Wien und natürlich Innsbruck. Manche Teilnehmer nahmen aber auch eine weitere Anreise in Kauf und so konnten Gäste aus Aarhus und aus Melbourne begrüßt werden.

 

„Das inhaltlich spannende Programm, die angenehme Arbeitsatmosphäre, sowie das attraktive Umfeld im Universitätszentrum Obergurgl ließen auch den diesjährigen Workshop zu einer gelungenen Veranstaltung werden, die mit Sicherheit eine Fortsetzung im nächsten Jahr findet“, darin waren sich die Organisatoren vom Institut für Banken und Finanzen einig.

(ip)

 

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