Interuniversitäre Gewässerforschung an der Tropenstation La Gamba

Vom 22. 2. bis 12.3. 2009 unternahmen Studierende und WissenschaftlerInnen des Instituts für Ökologie der Uni Innsbruck gemeinsam mit VertreterInnen der Uni Wien eine gewässerökologische Exkursion nach Costa Rica, die die Basis für weiterführende Forschungsarbeiten darstellt.
Treffen mit dem Vizerektor für Forschung der Universidad de Costa Rica Prof.Dr. Henning Jensen Pennington. Prof.Dr. Fritz Schiemer (Universität Wien), Prof.Dr. Leopold Füreder (Universität Innsbruck), Dr. Anton Weissenhofer (Koordinator Forschungsstation La Gamba).
Bild: Treffen mit dem Vizerektor für Forschung der Universidad de Costa Rica Prof.Dr. Henning Jensen Pennington. Prof.Dr. Fritz Schiemer (Universität Wien), Prof.Dr. Leopold Füreder (Universität Innsbruck), Dr. Anton Weissenhofer (Koordinator Forschungsstation La Gamba).

Die Exkursion wurde gemeinsam von der Universität Innsbruck und der Universität Wien organisiert. Neben Studierenden der beiden Universitäten nahmen auch mehrere Fachleute für die aquatische Fauna -  unter anderem des Naturhistorischen Museums Wien – daran teil.

Die Exkursion führte zunächst zu den verschiedenen tropischen Lebensräumen Costa Ricas. Im zweiten Abschnitt erfolgte in Form eines Projektpraktikums eine umfassende Erhebung der Flusssysteme im Gebiet des Regenwalds der Österreicher bei Golfito, die die Basis für eine längerfristige vertiefende Bearbeitung der Limnologie durch die zwei Universitäten bilden wird.

 

Bedeutende Flusssysteme

„Da die Wasserproblematik in tropischen Ländern mit fortschreitender Landnutzung und einer Zunahme des Lebensstandards ansteigt, ist ein gutes wissenschaftliches Verständnis der Flusssysteme und ihrer Rolle im lokalen Wasserkreislauf von besonderer Bedeutung“, erklärt Prof. Leopold Füreder vom Innsbrucker Institut für Ökologie. „Tropische Fließgewässer haben eine wichtige Funktion als Wasserressource, Ausbreitungskorridor und Lebensraum für eine Vielzahl von Organismen. Ein detailliertes Verständnis ist besonders im Hinblick auf die ökologische Selbstreinigungskapazität und Transportfunktion des Fließgewässernetzwerkes von Bedeutung.“

 

Aufgrund des zunehmenden Nutzungsdruckes sind die natürlichen Gegebenheiten besonders in den Tropen stark überformt. Fließgewässer zeigen im Allgemeinen den Grad der Nutzung einer Landschaft und deren Beeinflussung durch globale Umweltveränderungen an. Das Flusssystem des Río Esquinas des Piedras Blancas Nationalparks bietet dabei einen geradezu modellartigen Charakter für die Untersuchungen: Auf engem Raum findet sich eine Vielzahl von Flusstypen, die eine vergleichende Untersuchung der Funktion natürlicher Flusslandschaften und ihrer Überformung durch landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen.

 

Kooperationspartner

Die zukünftigen Forschungsaktivitäten sollen in enger Zusammenarbeit mit einschlägigen Instituten der Universitäten in Costa Rica durchgeführt werden. So wurde im Zuge dieses Feldpraktikums in Costa Ricas mit dem Vizerektor für Forschung der Universidad de Costa Rica, Prof. Dr. Henning Jensen Pennington, und dem Direktor des CIMAR (Centro des Investigaciones de Mar y Limnologia) Gerardo Umana die weitere universitäre Forschungskooperation diskutiert und ein Plan für eine längerfristige Zusammenarbeit konzipiert. Es wurde vereinbart im Juli 2009 einen Workshop in der Station La Gamba durchzuführen, an dem neben den Wissenschaftern der Universidad de Costa Rica, Vertreter der Universität David in Panama und den Kolleginnen und Kollegen aus Österreich teilnehmen werden, um weitere Forschungskooperationen vorzubereiten.

 

(ip)

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