Dr. Michael Spindelegger zu Gast an der Universität Innsbruck

Am Freitag, den 6. März, besuchte Außenminister Dr. Michael Spindelegger im Rahmen einer Tour durch alle Bundesländer die Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie der Universität Innsbruck.
Dr. Michael Spindelegger hielt einen Kurzvortrag an der Uni Innsbruck.
Bild: Dr. Michael Spindelegger hielt einen Kurzvortrag an der Uni Innsbruck.

Das rege Interesse an der Veranstaltung ließ sich an der Auslastung des Kaiser Leopold Saals erkennen, der restlos mit Studierenden und MitarbeiterInnen der Universität Innsbruck sowie BürgerInnen und Ehrengästen belegt war. Unter den Ehrengästen befanden sich etwa der ehemalige Landtagspräsident Prof. Ing. Helmut Mader und EU Abgeordneter Dr. Richard Seeber. Durch die Veranstaltung, die aus einem Kurzvortrag mit anschließender Diskussion bestand, führte Dr. Carola Bielfeldt vom Institut für Politikwissenschaft.

 

Am Beginn seiner Ausführungen umriss Dr. Spindelegger seine Aufgabenbereiche und Erfahrungen nach den ersten hundert Tagen seiner Amtszeit. Brüssel, New York und Moskau sind nur einige der Stationen des Außenministers in den letzten Wochen. Speziell durch den Sitz im UN-Sicherheitsrat wird österreichisches Engagement in weiten und wichtigen Bereichen der Weltpolitik gefordert und eine eindeutige Positionierung verlangt. Dr. Spindelegger betonte hierbei, dass Österreich seinen bisherigen Grundsätzen treu bleiben will.

 

Ebenfalls verwies Außenminister Spindelegger immer wieder auf die Notwendigkeit einer europäischen Perspektive für die Lösung anstehender Probleme und erklärte in diesem Zusammenhang, dass er es als seine Aufgabe sähe, die EU-Skepsis in der österreichischen Bevölkerung abzubauen. Auf seiner Tour durch Österreich wolle er mit den Menschen in Kontakt treten um die Ängste, Befürchtungen aber auch Erwartungen aufzunehmen und diese nach außen - an die richtigen Stellen in der EU - weiter zu tragen. Die derzeitige Finanzkrise beinhalte, so Spindelegger, auch eine Chance für die EU sich neu zu präsentieren, indem sie ihr Potential ausnützt und gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten einen Weg aus dieser Krise schafft.

 

Im Anschluss an den Kurzvortrag fand eine angeregte Diskussion über höchst sensible und aktuelle Themen österreichischer und europäischer Politik statt. Dabei wurden verschiedenste Bereiche wie etwa die Erweiterung der EU, die Neutralität Österreichs, oder Doppelstandards im Bereich der Menschenrechte aufgeworfen. „Es hat uns sehr gefreut, dass diese Veranstaltung unserer Fakultät auf reges Interesse gestoßen ist und Bundesminister Spindelegger im Detail auf viele außen- und europapolitischen Themen eingehen konnte“, resümiert Dr. Carola Bielfeldt.

(ip)

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Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie