Graf Chotek Hochschulpreis verliehen

Am vergangenen Freitag wurde in Innsbruck der Graf Chotek Hochschulpreis 2009 der Tiroler Sparkasse verliehen. Der Hauptpreis ging an die MCI-Absolventin Manuela Wiesinger. Andreas Koler und Stefan Till sowie Fiona Zöhrer von der Universität Innsbruck erhielten je einen Sonderpreis. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert.
Prof. Dieter Lukesch, Fiona Zöhrer, Sparkassen-Direktor Karl Obernosterer, Andreas Koler, Stefan Till und Vizerektor Prof. Tilmann Märk (v.l.)
Bild: Prof. Dieter Lukesch, Fiona Zöhrer, Sparkassen-Direktor Karl Obernosterer, Andreas Koler, Stefan Till und Vizerektor Prof. Tilmann Märk (v.l.)

Acht Diplomarbeiten von neun Nachwuchswissenschaftlern waren für den Preis der Tiroler Sparkasse nominiert worden. Die Jury, bestehend aus Prof. Dieter Lukesch, Prof. Hans Hinterhuber, Prof. Bernd Kirschner, Prof. Hubert Siller und Direktor Karl Obernosterer, hatte deren Arbeiten aus insgesamt 53 Einreichungen ausgewählt. Zur Gewinnerin des mit 3.000 Euro dotierten Hauptpreises wurde Manuela Wiesinger vom MCI gekürt. In ihrer Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit den Vorteilen von Private-Public-Partnership bei der Schaffung von touristischer Infrastruktur. Die mit jeweils 1.000 Euro dotierten Sonderpreise gingen an Andreas Koler und Stefan Till sowie Fiona Zöhrer von der Universität Innsbruck und Michael Strauss vom MCI. Die restlichen Nominierten erhielten Sachpreise.

 

Ausdruck der Anerkennung

Praxisbezug, wissenschaftliche Qualität, die Relevanz für den Wirtschaftsstandort Tirol und die Aktualität des Themas waren die Kriterien bei der Auswahl der Arbeiten, erklärte Jury-Sprecher Prof. Lukesch bei der Preisverleihung am Freitag. Dass der Transfer von Forschungsergebnissen in die wirtschaftliche Umsetzung zu den Aufgaben der Universität gehört, betonte Vizerektor Prof. Tilmann Märk, der sich bei der Sparkasse für die Initiative bedankte und den Preisträgerinnen und Preisträgern gratulierte. MCI-Geschäftsführer Andreas Altmann sagte, dass der Preis Ausdruck der Wertschätzung und der Anerkennung durch die Sparkasse sei. Diese drücken sich auch darin aus, dass die Tiroler Sparkasse allen Nominierten eine eigene Broschüre widmet, in der die Nachwuchsforscherinnen und -forscher mit ihren Arbeiten vorgestellt werden.

 

Im Namen des Gründers der Tiroler Sparkasse

Die Tiroler Sparkasse Bankaktiengesellschaft Innsbruck stiftet als Ausdruck des Interesses an der wirtschaftlichen Entwicklung Tirols und in der Tradition ihrer Nachwuchsförderung seit 1980 diesen Hochschulpreis. Die Auszeichnung, die seit 2006 den Namen von Sparkassen-Gründer Graf Chotek trägt, wird in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck und dem Management Center Innsbruck alle zwei Jahre für hervorragende Diplomarbeiten aus den Bereichen Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Sozialwissenschaft vergeben. Der Hauptpreis ist mit 3.000 Euro dotiert, die Jury kann bis zu drei Sonderpreise zu je 1.000 Euro vergeben.

Namensgeber des Preises ist Karl Graf Chotek (1783-1868), der nach dem Studium Frankreich und Italien bereiste und dann eine außerordentlich erfolgreiche Karriere als Verwaltungsbeamter der österreichischen Monarchie begann. Er bewies sich zunächst als Statthalter in Triest, dann in Venedig sowie in Neapel und machte vor allem durch sein besonderes Interesse für wirtschaftliche Fragen von sich reden. In seiner Zeit als Landesgouverneur von Tirol gründete Chotek gemeinsam mit dem Innsbrucker Bürgermeister Felix Riccabona 1822 die Sparkasse zu Innsbruck, die heutige Tiroler Sparkasse.

(cf)

 

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