Jahrestagung der österreichischen Universitäts- und Wissenschaftsarchive in Innsbruck

Zwanzig Archivarinnen und Archivare österreichischer Universitäten, Museen und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften trafen sich Mitte Februar unter Leitung der Sprecherin der Vereinigung der Hochschularchive Juliane Mikoletzky (Technische Universität Wien) zu einer Arbeitstagung an der Universität Innsbruck.
Zwanzig Archivare und Archivarinnen trafen sich Mitte Februar in Innsbruck.
Bild: Zwanzig Archivarinnen und Archivare trafen sich Mitte Februar in Innsbruck.

Vizerektor Wolfgang Meixner begrüßte die ArchivarInnen an  der Universität Innsbruck und erläuterte in seinem Eröffnungsreferat die beiden Themenschwerpunkte „Öffentlichkeitsarbeit von Universitäts-Archiven“ und „Wissenschaftsarchive zwischen Verwaltung und Geschichtsforschung“ aus der Sicht der Universitätsleitung.

 

Aus Teilnehmersicht präsentierten Stefan Sienell (Akademiearchiv) und Christa Riedl-Dorn (Archiv des Naturhistorischen Museums) Fragen der Archiv-Öffentlichkeitsarbeit, z.B. Teilnahme an der „Jungen Uni“, an der „Langen Nacht der Forschung“ und Erfahrungen mit dem Tag der offenen „Archiv-Tür“ sowie mit wissenschaftlich fundierten Ausstellungen.

 

Christa Mache stellte das in jahrelanger Arbeit neu aufgestellte Archiv der Veterinärmedizinischen Universität Wien vor. Kurt Mühlberger und Thomas Maisel vom Archiv der ältesten, 1365 gegründeten Universität Wien sprachen zu Problemen des Organisationsrechts (Bundesarchivgesetz, Archivsatzungen unter den Bedingungen des UG 2002) und zu laufenden wissenschaftsgeschichtlichen Forschungsvorhaben, die aus den Facharchiven heraus geleitet werden – etwa zur Geschichte der Studentenmigration vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart, zur „gelehrten Kultur“ (Veränderung von „Berufungsnetzwerken“  in Österreich seit 1900) oder zur Fortführung klassischer Editionsvorhaben (Matrikeledition, Acta Universitatis-Reihen). Die universitätsgeschichtliche Forschung wird künftig stärker zwischen den Archiven der Hochschulen koordiniert.

 

Die VertreterInnen des Technischen Museums in Wien und der „jüngeren Hochschulen“, reichend von der TU Graz (1811) über die Universität für Bodenkultur, zur Akademie der bildenden Künste in Wien, der Kunstuniversität in Graz und den Universitäten in Klagenfurt und Linz präsentierten neue Ansätze des „record managements“, sowie ihre Einbindung in die wissenschaftliche Aufarbeitung der jeweiligen Universitätsgeschichte.

 

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(ip)