Schulausflug zu antiken Kulturen

50 SchülerInnen von vier Südtiroler Gymnasien kamen am 11. Februar zu einem vom jüngst eingerichteten Zentrum für Alte Kulturen organisierten Projekttag an die Uni Innsbruck. Die jungen Gäste hatten die Möglichkeit, die gesamte Bandbreite der Altertumswissenschaften kennenzulernen und ihr Wissen aus dem Geschichte-, Griechisch- und Lateinunterricht auf anschauliche Weise zu vertiefen.
Die wertvollen Handschriften der Universitäts- und Landesbibliothek begeisterten die BesucherInnen aus Südtirol.
Bild: Die wertvollen Handschriften der Universitäts- und Landesbibliothek begeisterten die BesucherInnen aus Südtirol.

„Bei der Zusammenstellung des Programms haben wir viel Wert darauf gelegt, dass die Schüler selbst etwas machen können“, erklärt Dr. Wolfgang Kofler vom Institut für Sprachen und Literaturen, der die Veranstaltung gemeinsam mit Mag. Priska Neulichedl vom Pädagogischen Institut Bozen organisiert hat. In neun verschiedenen Workshops vermittelten AltertumswissenschaftlerInnen der Universität Innsbruck authentische Einblicke in ihre Forschungsgebiete. So erfuhren die SchülerInnen beispielsweise, wie Archäologen arbeiten, was Münzen über die Geschichte des römischen Reiches verraten, welche Spitzenleistungen antike Ingenieure vollbrachten, wie die ägyptische Götterwelt aussah oder warum Ikarus sich für die Bewerbung eines Snow-Board-Events anbietet.

 

Positive Resonanz

„Die SchülerInnen gingen interessiert und eigenständig an das Thema heran“, freut sich Prof. Reinhold Bichler vom Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik, der mit den Teenagern anhand von Texten die Schlacht zwischen Alexander dem Großen und dem altindischen König Poros „erforschte“. Diese Erfahrung machte auch Prof. Gabriela Kompatscher-Gufler, die gemeinsam mit Mag. Peter Zerlauth die wertvollen Schätze der Universitäts- und Landesbibliothek vorstellte und ihre Gruppe in die Geheimnisse der Handschriftenkunde einweihte.

Teilgenommen am Projekttage haben SchülerInnen der der humanistischen Gymnasien Beda Weber (Meran), Walter von der Vogelweide (Bozen), Vinzentinum (Brixen) sowie des Realgymnasiums Bozen. „Den WissenschaftlerInnen des Zentrums für Alte Kulturen gebührt ein großes Dankeschön für das Engagement, mit dem sie mit unseren SchülerInnen gearbeitet haben“, meint Organisatorin Neulichedl begeistert. „Ich freue mich schon auf die nächste derartige Veranstaltung.“

 

(ef)

Link: Veranstaltung "Das Zentrum für Alte Kulturen stellt sich vor"