Innsbrucker Theologen informierten beim Berufsinformationstag THEO-logisch

Am 2.2. fand in Vorarlberg der Berufsinformationstag THEO-logisch für kirchliche und kirchennahe Berufe und Ausbildungen statt, bei dem sich über 250 MaturantInnen ein Bild über das breite Angebot in diesem Bereichen machten. Auch die Katholisch-Theologische Fakultät Innsbruck war bei der Veranstaltung vertreten, um über ihr Studienangebot in Theologie und Philosophie zu informieren.
G. Gasser im Gespräch mit interessierten MaturantenInnen.
Bild: G. Gasser im Gespräch mit interessierten MaturantenInnen

Wie entstehen Sündenböcke in der Gesellschaft? Kann Religion Gewalt mindern oder fördert sie vielmehr Gewalt? Wie verhalten sich Glaube und Naturwissenschaften zueinander? Ist es gerecht, dass Top-Manager das Hundertfache von Angestellten verdienen? Kann es gerechte Kriege geben? Was sind die Grenzen unseres Wissens? Diese und ähnliche Fragen diskutierten Vertreter der Katholisch-Theologischen Fakultät Innsbruck beim Infotag THEO-logisch“ im Bildungshaus St. Arbogast bei Götzis mit den MaturantInnen und machten damit auf die Themenvielfalt aufmerksam, die in den Studien der Theologie und Christlichen Philosophie behandelt werden.

 

Umfassendes Informationsangebot

Einen Programmpunkt beim Informationstag stellte ein von Studierenden der theologischen Studienrichtungen gemeinsam mit Univ. Ass. Dr. Nikolaus Wandinger entwickeltes Rollenspiel dar, welches das Entstehen von Sündenbockmechanismen in Gruppen illustrieren sollte. Spielerisch brachten sie damit den MaturantInnen einen zentralen Inhalt des an der Katholisch-Theologischen Fakultät angesiedelten Forschungsschwerpunktes Religion, Gewalt, Kommunikation und Weltordnung näher. Auch aktuelle „heiße Eisen“ in der Theologie, wie das Verhältnis von Evolution und Schöpfung, die Rolle Jesu in der Heilsgeschichte im Verhältnis zu anderen Religionen oder die Stellung der Kirche zu Lebensanfang und Lebensende wurden in einer abschließenden Podiumsdiskussion lebhaft diskutiert.

 

Großer Andrang herrschte auch im „Atelier“ der Philosophen der Theologischen Fakultät. Georg Gasser und Matthias Stefan vom Institut für Christliche Philosophie hatten alle Hände voll zu tun, den wissbegierigen MaturantInnen näherzubringen, was das Studium der Christlichen Philosophie beinhaltet, wie man sich den Arbeitstag von PhilosophInnen vorzustellen habe und wofür philosophisches Fragen und Antworten sinnvoll seien und gebraucht werden.

 

„Es hat uns überrascht, wie viele Jugendliche sich für philosophische Fragestellungen interessieren – gerade auch jene, die keine philosophische Vorbildung aus der Schule mitbringen. Es ist faszinierend zu sehen, wie rasch manche einen Spürsinn dafür entwickeln, wo bei einem philosophischen Problem der Hase im Pfeffer liegt“, erläutert der Doktorand Matthias Stefan.

 

„Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, auf den Berufsinformationstag THEO-logisch zu kommen und mit den vielen Jugendlichen ungezwungen über ihre Interessen, Zukunftspläne und Erwartungen zu sprechen. Wie oft bietet sich schon die Gelegenheit, Lehre und Forschung an der Theologischen Fakultät Innsbruck interessierten Jugendlichen in lockerer Atmosphäre zum Anfassen nahe zu bringen? Die Veranstaltung zeigt, dass philosophische und theologische Überlegungen ein sehr nützliches Werkzeug auf der Suche nach der eigenen Berufung und einem gelingenden Lebensentwurf sind. Daher zeigen sich Jugendliche sehr aufgeschlossen dafür“, fügt Georg Gasser zufrieden hinzu.

(ip)

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