Audio-Guide für französische Leut’

Nach dem Kunsthistorischen Museum Wien hat auch das Schloss Ambras die Leistungen des Innsbrucker Instituts für Translationswissenschaft in Anspruch genommen. Insgesamt 148 wurden für den französischen Audio-Guide übersetzt.
Bereits zum dritten Mal an einem Übersetzungsprojekt beteiligt: Larissa Parker mit Muryel Derlon (li.) und Prof. Eva Lavric (re.).
Bild: Bereits zum dritten Mal an einem Übersetzungsprojekt beteiligt: Larissa Parker mit Muryel Derlon (li.) und Prof. Eva Lavric (re.).

In den vergangenen zwei Semestern widmete sich Muryel Derlon vom Institut für Translationswissenschaft mit 48 Studierenden aus 7 Ländern im Rahmen ihres Übersetzungskurses den Ausstellungsgegenständen des Schloss Ambras. Wie andere Museen setzt auch das Schloss Ambras auf Audio-Guides als besonderen Service für BesucherInnen. Mit Hilfe tragbarer „Tongeräte“ werden die Exponate in verschiedenen Sprachen erklärt, während sich die BesucherInnen frei in den Ausstellungsräumen bewegen können.

 

Bevor die Audio-Guides in einem Tonstudio besprochen und somit benutzbar gemacht werden, müssen erst die schriftlichen deutschen Erläuterungen übersetzt werden. „Die Studierenden haben dabei wirklich professionell gearbeitet und sich sehr engagiert gezeigt. Insgesamt haben sie 148 Beschreibungen ins Französische übersetzt. Wenn sie einmal bei ihrer Arbeit anstanden, sind sie eben selbst ins Museum gegangen und haben sich die notwendigen Auskünfte und Informationen eingeholt“, lobt Muryel Derlon den Eifer der Studierenden.

 

Nach der Übersetzung der Homepage des Masterprogramms für Frieden, Entwicklung, Sicherheit und Internationale Konflikttransformation sowie des 500 Seiten starken Übersetzungsprojekts der Audio-Guides für das Kunsthistorische Wien ist somit ein weiteres prestigeträchtiges Unterfangen erfolgreich abgeschlossen worden. Dabei haben nicht nur die Studierenden profitiert: „Für sie ist es natürlich eine besondere Möglichkeit, theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen und im Rahmen der Fachsprachenübersetzungen, die am Ende des Studiums vorgeschrieben sind, ihrem Können und Know-how den letzten Schliff zu geben. Aber auch für mich, die ich die gesamte Arbeit koordinieren und kontrollieren muss, professionalisieren sich nun die Abläufe“, freut sich Derlon.

 

Brücke zwischen Studium und Praxis

 

Auch für Univ.-Prof. Eva Lavric, die Leiterin des interdisziplinären Frankreich-Schwerpunkts, sind die Arbeiten von Frau Derlon und ihren Studierenden Grund zur Freude: „Ich bin glücklich, dass wir unsere Kontakte nutzen und diese Kooperationen anbahnen konnten. Der Frankreich-Schwerpunkt ist vor allem für die Förderung des akademischen Austausches und der wissenschaftlichen Kooperation da. Dass wir dazu beitragen konnten, ein Brücke zwischen dem Studium und der Praxis zu schlagen, sehe ich als Bereicherung für alle Beteiligten.“

(ip)

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