Kosmische Facetten

Vergangenen Mittwochabend eröffnete das Institut für Astro- und Teilchenphysik seinen Veranstaltungsreigen zum Internationalen Jahr der Astronomie 2009. Über 250 Interessierte waren in den Kaiser-Leopold-Saal der Theologischen Fakultät gekommen, um einem bunten Programm mit Wissenschaft, Musik und Poesie zu lauschen.
Ronald Weinberger ging in seinem Vortrag der Frage "Sind wir allein im Universum?" nach.
Bild: Ronald Weinberger ging in seinem Vortrag der Frage "Sind wir allein im Universum?" nach.

Schon eine Stunde vor dem offiziellen Beginn kamen am Mittwochabend die ersten Besucherinnen und Besucher in den Kaiser-Leopold-Saal. Institutsvorstand Prof. Sabine Schindler und Vizerektor Prof. Tilmann Märk konnten am Ende über 250 Interessierte zu dem umfangreichen Eröffnungsprogramm begrüßen. Schindler verwies dabei auf die Erfolge der jüngsten Vergangenheit, mit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Südsternwarte (ESO), der der österreichischen Astrophysik enorme Möglichkeiten biete. Nun sei es an der Zeit, sich auch bei den Steuerzahlern für die Unterstützung zu bedanken. Das Institut tut dies in diesem Jahr der Astronomie mit einer vierteiligen Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Kosmische Facetten“, in denen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die Geheimnisse des Weltalls informieren.

 

Allein im weiten All?

Der Frage, ob wir allein im Universum sind, ging dann Prof. Ronald Weinberger in seinem einstündigen Vortrag nach. Er nahm die Gäste mit auf eine weite Reise durch das Weltall, angefangen bei den Planeten unseres Sonnensystems, über die Sterne der Milchstraße, zu anderen Galaxien und Galaxienhaufen. Dabei stand stets die Frage im Mittelpunkt, ob es in diesem riesigen Universum noch irgendwo Leben gibt. Für die Milchstraße, unsere Heimatgalaxie, war die Antwort Weinbergers eindeutig. Die Wahrscheinlichkeit spreche dafür, dass wir die einzige Form höherentwickelten Lebens in dieser Galaxie sind. Für den gesamten Kosmos jedoch beantwortete Ronald Weinberger die Frage mit einem klaren Nein. Es sei sehr wahrscheinlich, dass in einer der über 100.000.000.000 Galaxien des Universums irgendwo andere Lebensformen existierten oder existieren. „Freilich bleiben wir durch riesige räumliche und zeitliche Abgründe davon getrennt“, so der Astronom abschließend.

 

Musik und Poesie

Umrahmt wurde das Programm von der Unicombo um Lorenz Winkler mit „kosmischen“ Jazzstandards. Für poetische „Unterbrechungen“ sorgte Paul Fülöp mit Gedanken zum All. Harald Triendl begleitete ihn mit sphärischen Klängen. Im Anschluss an das über zweistündige Programm konnten sich die begeisterten Besucherinnen und Besucher an einem Buffet mit Würsteln und „kosmischen“ Kuchen stärken.

 

Die nächste Veranstaltung in der Reihe „Kosmische Facetten“ findet am 25. März statt.

 

Links: