Kernschmelze in den Kreditmärkten

Vergangene Woche wurden die besten Seminararbeiten in der Lehrveranstaltung „Mikroökonomik: Der Kreditmarkt“ prämiert. Die Preise wurden von Prof. Dr. Helmut Rödl, Vorstand des Verbandes der Vereine Creditreform, zur Verfügung gestellt.
v.l.: Richard Hule, Margarete Witting, Maximilian Mühldorfer, Helmut Rödl, Alexander Razen, Hana Rebecca Koch
Bild: v.l.: Richard Hule, Margarete Witting, Maximilian Mühldorfer, Helmut Rödl, Alexander Razen, Hana Rebecca Koch
„Das Schlimmste ist überstanden!“ (Richard Fult, CEO Lehman Brothers, April 2008, 5 Monate vor der Insolvenz seines Unternehmens).  Die Lehrveranstaltung Mikroökonomik: Der Kreditmarkt wurde begleitet von nicht enden wollenden schwerwiegenden Folgen der Krise der Kredit- und Kapitalmärkte. Diese aktuelle Finanzkrise wurde in der Vorlesung von Prof. Dr. Helmut Rödl, Mitglied des Gesamtvorstandes des Verbandes der Vereine Creditreform e.V., und Dr. Michael Munsch, Vorstand der Creditreform Rating AG, ausführlich dargestellt und analysiert und auch notwendige Maßnahmen zu ihrer Bewältigung wurden diskutiert. Auch im theoretischen Teil des Seminars geleitet von Dr. Richard Hule wurde Wert darauf gelegt, die Verbindungen zu aktuellen Entwicklungen zu diskutieren.

 

Auszeichnung der Besten

Aufbauend darauf befassten sich die Seminararbeiten mit verschiedenen Aspekten der Finanzkrise, unter anderem mit dem Vergleich mit der Weltwirtschaftskrise, mit Kreditderivaten, Hedgefonds und der Rolle der Ratingagenturen. Auch in diesem Jahr wurden die besten Arbeiten ausgezeichnet. Den ersten Preis erhielt Hana Rebecca Koch für eine gelungene provokante Analyse der Insolvenz von Lehman Brothers. Weitere Preise gingen an Alexander Razen, Maximilian Mühldorfer und Margarete Witting.

 

Weitere Entwicklung des Kreditmarktes

Inzwischen hat die Politik, allen voran die Zentralbanken, die Gefahr erkannt und - gestützt auf das bessere theoretische Verständnis der Wirtschaft – mit aggressiven und zum Teil unkonventionellen Maßnahmen reagiert. „Deswegen kann man hoffen, dass sich zumindest mittelfristig eine Wende zur Erholung der globalen Finanzmärkte und Konjunktur einstellt. Erst in den nächsten Jahren und in der Rückschau wird sich dann weisen, welche theoretischen Modelle sich an der Wirklichkeit messen konnten und welche nicht“, zog Hule gemeinsam mit seinen Studenten ein abschließendes Resümee.

 

(ip)