Innsbruck Slawistik-StudentInnen besuchten Zagreb

Fünf Tage lang war die Exkursionsgruppe des Instituts für Slawistik unterwegs, um Kroatien und Zagreb v.a. aus sprachwissenschaftlich-historischer Sicht zu erkunden. Auch landes- und kulturkundliche Unternehmungen kamen bei der Exkursion, die von einem eigenen Videoteam dokumentiert wurde, nicht zu kurz.
Ivo Sanader, der Premierminister Kroatiens, der in Innsbruck studiert hat, stellte sich für eine "Fotosession" zur Verfügung
Bild: Ivo Sanader, der Premierminister Kroatiens, der in Innsbruck studiert hat, stellte sich für eine "Fotosession" zur Verfügung

Neben der Besichtung Zagrebs mit seinem historischen Stadtkern und einigen Sehenswürdigkeiten standen v.a. sprachwissenschaftlich relevante Institutionen wie ein Besuch am Institut für Kroatistik der Philosophischen Fakultät der Universität Zagreb auf dem Programm. Dort erfuhren die Studierenden von Institutsleiter Prof. Stipe Botica, wie die slawistischen Studiengänge in Kroatien organisiert sind. 140 StudentInnen inskribieren jährlich in Zagreb für Kroatistik, die Hälfte davon wählt es als Hauptstudium. „Die freundschaftlichen Kontakte zwischen Slawistik Innsbruck und Kroatistik Zagreb sind ein großer Gewinn für die Lehre, wie unser Besuch gezeigt hat", so die Exkursionsleiter Dr. Helmut Weinberger und Mag. Christine Roner vom Institut für Slawistik. „Prof. Stipe Botica sprach unseren Studenten überraschend einen fixen Studienplatz für den zweiwöchigen Sommersprachkurs in Dubrovnik zu."

 

Auch eine andere, ungeplante Begegnung - ein Highlight der Exkursion - könnte Forschung und Lehre im Bereich der Südslawistik in Innsbruck wieder aufblühen lassen. Direkt vor dem Regierungsgebäude am Markusplatz traf die Exkursionsgruppe auf Ivo Sanader, den Premierminister Kroatiens, der ebenfalls in Innsbruck studiert hatte. Er stellt sich für eine "Fotosession" zur Verfügung und erfuhr im Gespräch, dass Innsbruck die Studienrichtung Bosnisch-Kroatisch-Serbisch trotz steigender Studierendenzahlen verlieren wird. "Vielleicht haben wir nun ja doch noch die Chance, unser  B-K-S-Studium zu retten?!", erzählt Edurardo Cattalini, ein Student, aufgeregt.

 

Ein Besuch der Nationalbibliothek mit der Möglichkeit wertvollste Originaldrucke zu besichtigen, ein Vortrag mit Diskussion in Kroatiens traditionsreichster Kultureinrichtung - der Matica Hrvatska, der Besuch des Naturparks "Plitvicer Seen" sowie ein Zwischenstopp an der „Glagolitischen Allee“, einem Kunstprojekt, das sich entlang der Straße von Roč nach Hum auf Istrien erstreckt und Meilensteine der altslawischen Schriftentwicklung darstellt, rundeten das interessante Exkursionsprogramm ab.

 

Link: Institut für Slawistik 

(ip)