2. Jahrestagung des EU-Forschungsnetzwerk "Cavnet" in Obergurgl

Vom 16.-18. Oktober fand im Universitätszentrum Obergurgl die 2. Jahrestagung des EU-Forschungsnetzwerks "Cavnet" statt. Wissenschaftler aus ganz Europa berieten dabei die Rolle von sogenannten spannungsabhängigen Kalziumkanälen in elektrisch erregbaren Zellen.
Vom 16.-18. Oktober fand im Universitätszentrum Obergurgl die 2. Jahrestagung des EU-Forschungsnetzwerks "Cavnet" statt.
Bild: Vom 16.-18. Oktober fand im Universitätszentrum Obergurgl die 2. Jahrestagung des EU-Forschungsnetzwerks "Cavnet" statt.

An diesem Marie-Curie Forschungskonsortium der EU ist die Abteilung Pharmakologie, (Institut für Pharmazie) mit der Arbeitsgruppe von Prof. Jörg Striessnig, gemeinsam mit seinen KollegInnen Alexandra Koschak und Martina Sinnegger-Brauns beteiligt. Die Innsbrucker Wissenschafter haben dieses Treffen in diesem Jahr organisiert. Dabei wurden neue Ergebnisse zur Regulation und physiologischen Funktion dieser Kanäle präsentiert und diskutiert.

 

Im Netzwerk wird die Bedeutung unterschiedlicher Kalziumkanalvarianten für physiologische Prozesse wie Gehirnfunktion, Insulinsekretion, Stressantworten des Nebennierenmarks und der Hörfunktion untersucht. Man erhofft sich daraus Erkenntnisse für das bessere Verständnis der Pathophysiologie und der Therapie von Erkrankungen wie Depressionen, Angsterkrankungen, Diabetes mellitus und von Hörstörungen.

 

Wie schon zum letztjährigen Treffen gelang es wieder ein dreiköpfiges Expertenteam als externes Beratungsgremium zu gewinnen. Neben Prof. Annette Dolphin (University College London) und Prof. Ole Peterson (University of Liverpool) befand sich mit Prof. Erwin Neher (Max Planck Institut für Biophysikalische Chemie) darunter auch jener Nobelpreisträger , der die für das Studium von Ionenkanälen grundlegende Patch-Clamp Methode entwickelt hat. In persönlichen Gesprächen mit den jungen Wissenschaftlern betonte Prof. Neher die Stärke des akademischen Nachwuchses in Europa (etwa im Vergleich zu den USA) und die große Konkurrenzfähigkeit europäischer Forschung. Als wichtige persönliche Botschaft riet er den Jungwissenschaftlern, wissenschaftliche Projekte immer zu Ende zu führen, auch wenn unerwartete Ergebnisse dies oft erschwerten. Oft verberge sich gerade in unerwarteten Ergebnissen der Schlüssel zum Glück für eine wichtige Entdeckung.

 

Das Cavnet Netzwerk wird mit insgesamt 3.9 Millionen Euro gefördert und schließt neben der Innsbrucker Gruppe auch namhafte WissenschafterInnen aus Deutschland, England, Frankreich, Italien, Slowenien und Schweden mit ein.

 
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(ip)

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