Innsbrucker Nachwuchsgeologe ausgezeichnet

Am 23. September wurde Dr. Michael Meyer in Wien im Rahmen der Pangeo Austria 2008 Tagung mit dem Otto-Ampferer-Preis der Österreichischen Geologischen Gesellschaft ausgezeichnet.
Dr. Michael Meyer
Bild: Dr. Michael Meyer

Die Österreichische Geologische Gesellschaft vergibt alle zwei Jahre 1-3 Preise an NachwuchsgeologInnen, die nach dem bekannten Tiroler Geologen und Alpinisten Otto Ampferer benannt sind. Ausgezeichnet werden Jungwissenschaftler, die durch hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Geowissenschaften, insbesondere der Geologie, Paläontologie und Petrologie, ausgewiesen sind.

Michael Meyers aktuelle Forschungsarbeit beschäftigt sich mit Höhlen in Südafrika und Marokko, wo er mittels der OSL-Methode genaue Altersbestimmungen an den Sedimentschichten durchführt, in denen Spuren des Menschen gefunden wurden.  Ziel seiner aktuellen Untersuchungen ist die präzise Datierung von Sedimenten in Höhleneingangsbereichen. Diese sind wichtige Archive für Paläoklima und Archäologie. Schwerpunkt der Forschung von Dr. Meyer ist das letzte Glazial, als der Neandertaler vom modernen Menschen abgelöst wurde.

Da die Datierung mit traditionellen Methoden oft schwierig beziehungsweise ungenau ist, stellt die Altersbestimmungsmethode OSL (optisch stimulierte Luminiszenz) eine gute Alternative dar. Bei dieser Methode werden die durch die Stimulation mit Licht entstehenden (sehr schwachen) Leuchterscheinungen zur Altersbestimmung verwendet. Mithilfe dieser Methode kann Michael Meyer den Zeitpunkt der Ablagerung mit einzelnen, winzigen Körner von Quarz-Sand bestimmen.

 

Zur Person:

Dr. Michael Meyer studierte Erdwissenschaften an der Universität Wien und absolvierte von 2003-2006 das Doktoratsstudium am Institut für Geologie und Paläontologie der Universität Innsbruck. In der Arbeitsgruppe von Prof. Christoph Spötl arbeitete er an Sinterablagerungen in ostalpinen Höhlen, anhand derer er neue Erkenntnisse über die Klima- und Umweltentwicklung während des letzten Interglazials sowie über den bislang kaum erforschten Zeitabschnitt am Beginn des Quartärs vor ca. 2 Millionen Jahren gewinnen konnte.

Seit 2007 forscht Michael Meyer im Rahmen eines Schrödinger Stipendiums und eines Marie Curie Fellowships in der Arbeitsgruppe von Prof. Bert Roberts an University of Wollongong (Australien). Im dritten Jahr seiner Zeit als Marie Curie Fellow wird er wieder an der Universität Innsbruck forschen und seine Erfahrungen in das noch junges OSL Labor einbringen.

 

Österreichische Geologische Gesellschaft: http://www.geol-ges.at/

Institut für Geologie und Paläontologie: http://www.uibk.ac.at/geologie/ 

School of Earth & Environmental Sciences, University of Wollongong: http://www.uow.edu.au/science/eesc/index.html

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