Geschichte(n) von Gesundheit und Krankheit

Historische Konzepte von Gesundheit und Krankheit standen im Mittelpunkt einer medizingeschichtlichen Tagung, die Anfang Juli an der Uni Innsbruck stattfand. Die Veranstaltung war mit rund 50 TeilnehmerInnen aus Österreich, Deutschland, Italien und Slowenien sehr gut besucht. Einen Schwerpunkt bildete die Psychiatriegeschichte.
Die Leiterin des Arbeitskreises Medikale Kulturen, Prof. Elisabeth Dietrich-Daum bei der Tagung
Bild: Die Leiterin des Arbeitskreises Medikale Kulturen, Prof. Elisabeth Dietrich-Daum bei der Tagung „Geschichte(n) von Gesundheit und Krankheit“.

Unter dem Titel „Geschichte(n) von Gesundheit und Krankheit“ veranstaltete der länderübergreifende Verein „Sozialgeschichte der Medizin“ am 3. und 4. Juli seine Jahrestagung, die erstmals in Innsbruck stattfand. Organisiert wurde sie in Kooperation mit dem Arbeitsbereich für „Medikale Kulturen“. Dieser ist innerhalb eines interdisziplinären Forschungsschwerpunktes zum Thema „Schnittstelle Kultur“ an der Philosophisch-Historischen Fakultät beheimatet. Der Sprecher des Forschungsschwerpunktes, Prof. Ingo Schneider, wies in seinen Eröffnungsworten darauf hin, dass der Arbeitsbereich „Medikale Kulturen“ einer der aktivsten sei und wie wichtig es sei, über eine Tagung den Diskurs zu fördern. 

 

Neues Zentrum für Psychiatrie-Geschichte in Innsbruck

Für die heurige Tagung mit dem Schwerpunkt Psychiatriegeschichte war die Universität Innsbruck ein idealer Veranstaltungsort, denn in den letzten Jahren wurde neben Wien und Graz auch in Innsbruck verstärkt im Bereich der Psychiatriegeschichte geforscht. „In Zusammenarbeit mit dem Psychiatrischen Krankenhaus Hall und der Universitätsklinik für Psychiatrie ist an der Universität Innsbruck ein weiteres Zentrum für psychiatriehistorische Forschungsaktivitäten entstanden“, freut sich die Leiterin des Arbeitskreises Medikale Kulturen, Prof. Elisabeth Dietrich-Daum.

 

Ein wichtiges Ziel der Veranstaltung war es, junge WissenschaftlicherInnen zu fördern und neue Projekte im Bereich Medizin- und Psychiatriegeschichte vorzustellen. Einige Nachwuchswissenschaftler nutzen daher die Gelegenheit, ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren. Neben Beiträgen aus Deutschland, Italien, Österreich und Slowenien wurden im Rahmen der Tagung auch Innsbrucker Einzelforschungen zur Psychiatriegeschichte von Michaela Ralser, Maria Heidegger und Oliver Seifert dem internationalen Fachpublikum vorgestellt.

(ip)