Tolle Reisen in ferne Länder

Rektor Karlheinz Töchterle eröffnete am Dienstag die 6. Kinder-Sommer-Uni mit dem interaktiven Programm „Tolle Geschichten aus fernen Welten“. Er war erstaunt über das umfassende Wissen der Junior-StudentInnen und gratulierte ihnen zu ihrem Eifer.
Kinder-Sommer-Uni 2008
Bild: Die TeilnehmerInnen der Kinder-Sommer-Uni lernten am 9. Juli das Land am Nil kennen.

Ein Bild, eine Frage und schon wieder eine Antwort der Kinder. Rektor Töchterle war erstaunt, wie viel die Mädchen und Buben über antike Mythen wussten – egal  ob über Herakles, Daedalus oder Ariane. “Ich fühle mich, als ob ich Eulen nach Athen trage. Ihr wisst ja schon alles“, meinte er begeistert.

Über 700 Kinder haben sich für die 22 Programme angemeldet, die während der gesamten Sommerferien stattfinden. Sie führen in das Land der Pharaonen und Wikinger, geben Einblick in die unheimliche, aber faszinierende Welt der Physik und der Spinnen. Die Kinder können im geologischen Labor Steine schneiden, in der Architekturwerkstatt fünf Tage lang experimentieren und Roboter programmieren. Es gibt auch ein Technik-Programm nur für Mädchen. Aufgrund des großen Andrangs mussten schon 5 Zusatzkurse eingerichtet werden. Zum ersten Mal gibt es bei der Kinder-Sommer-Uni auch Ganztagesveranstaltungen. Zu Mittag können die Kinder wie richtige Studierende in die Mensa essen gehen.

 

Ägypten – Land am Nil

 

Am Mittwoch war schon die nächste Veranstaltung angesetzt. Elisabeth Rastbichler und ihr Team vom Institut für Geographie machten sich mit 84 Kindern und einem Reisetagebuch auf den Weg nach Ägypten. Die Reisenden wurden von orientalischer Musik begleitet und lernten Schrift, Sprache, Religion, Land und Leute in Ägypten kennen. Mit Kopftüchern und schönen Gewändern verkleidet beantworteten die JungforscherInnen das Wissensquiz. Wie heißt die größte Oase in Ägypten? Wie liest man arabische Bücher? Schließlich gruben sie wie ArchäologInnen in einer Truhe mit Sand nach geheimnisvollen Schätzen und entzifferten Hieroglyphen. Mit einem alten hölzernen Schreibstift und Tinte konnte jeder seinen Namen in der geheimnisvollen Schrift schreiben oder einen Basar besuchen.

 

Land des Bauchtanzes

 

Ein absoluter Höhepunkt war der Arabischunterricht mit Adel El Sayed, einem „echten“ Ägypter und Arabischprofessor an der Universität Innsbruck. Er schrieb den Namen der Kinder in arabischen Schriftzeichen. Begeisterungsrufe begleiteten dann den Bauchtanz seiner Tochter Amira. Ein Bub fiel sogar in Ohnmacht, wobei sein Freund nur lakonisch meinte: “Er scheint verliebt zu sein!“

Die Reise ging dann viel zu schnell zu Ende, aber die Kinder freuen sich schon auf die nächsten Kinder-Sommer-Uni-Programme. Nächsten Mittwoch ist es wieder soweit – Trampolin- und Turmspringen am USI stehen am Programm. Wer mindestens vier Veranstaltungen besucht, erhält wieder feierlich ein Jungforscher-Diplom im Herbst verliehen.

 

http://jungeuni.uibk.ac.at/

 

(sp)