„Jugend in Aktion“ – PartnerInnen zu Gast in Innsbruck

Am 19. und 20. Juni stand das EU-Programm „Jugend in Aktion“ im Mittelpunkt einer internationalen Forschungstagung. Nationalagenturen und deren PartnerInnen in der wissenschaftlichen Begleitforschung des Programms waren der Einladung des Institutes für Erziehungswissenschaften gefolgt und an die Universität Innsbruck gekommen.
Jugend in Aktion
Bild: Das EU-Programm Jugend in Aktion wird vom Institut für Erziehungswissenschaften wissenschaftlich begleitet.

Das EU-Programm „Jugend in Aktion" ist das Herzstück der EU-Jugendpolitik, mit dem die Europäische Union zu aktiver BürgerInnenschaft, Solidarität und demokratischem Engagement junger Menschen sowie zu mehr Mobilität und Zusammenarbeit in Europa beitragen will. Außerdem sollen durch nicht-formales und informelles Lernen im Rahmen der geförderten Projekte Schlüsselkompetenzen entwickelt und die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen geweckt werden.

Zwischen 2007 und 2013 stellt die Europäische Union im Rahmen von „Jugend in Aktion“ insgesamt 885 Millionen Euro für Projekte von Jugendgruppen, gemeinnützigen Vereinen und Einrichtungen der Jugendarbeit in ganz Europa sowie Ländern des Mittelmeerraums zur Verfügung.

 

Innsbrucker ErziehungswissenschaftlerInnen als wissenschaftliche Begleitung

 

Das Institut für Erziehungswissenschaften unter der Leitung von Frau Univ.-Prof. Dr. Chisholm führt im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Bildung – Generation – Lebenslauf seit 2007 die wissenschaftliche Begleitung des Programms „Jugend in Aktion“ in Österreich durch. Damit sollen einerseits die Erreichung der Programmziele und die Auswirkung des Programms auf die jugendlichen TeilnehmerInnen (insbesondere in Hinblick auf deren Kompetenzentwicklung), auf JugendbetreuerInnen sowie deren Organisationen und Einrichtungen untersucht werden, andererseits wird damit die Voraussetzung zu einer laufenden Weiterentwicklung der Qualität der Programmumsetzung geschaffen. Dabei wird auf den Erfahrungen mit der Evaluierung des Vorgängerprogramms „Jugend“(2000-2006), mit der das Institut beauftragt war, aufgebaut.

 

Die ProjektleiterInnen Univ.-Prof. Dr. Chisholm und DI Helmut Fennes möchten jedoch die bisher gemachten Erfahrungen nicht isoliert sehen und luden gemeinsam mit dem Interkulturellen Zentrum (österreichische Nationalagentur von „Jugend in Aktion“) und dem Infoeck in Innsbruck Nationalagenturen und deren ForschungspartnerInnen aus ganz Europa zu einer Forschungstagung am 19./20. Juni nach Innsbruck ein, die zur Entwicklung eines europäischen Netzwerks und eines gemeinsamen Forschungsansatzes führen soll. Ziele der Veranstaltung waren sowohl die Vereinbarung gemeinsamer inhaltlicher Schwerpunkte und methodischer Zugänge für ein international abgestimmtes Forschungsdesign als auch die Nutzung von Synergieeffekten.

 

 

Ergebnisse erfreulich

 

Insgesamt 20 WissenschaftlerInnen, PraktikerInnen, MitarbeiterInnen von Nationalagenturen und der Europäischen Kommission folgten dieser Einladung. Weiters nahmen Studierende des Instituts für Erziehungswissenschaften teil, die im Rahmen der forschungsgeleiteten Lehre an diesem Forschungsprojekt in Österreich mit Fallstudien beteiligt sind.

Die Ergebnisse der Tagung sind erfreulich: Die MitarbeiterInnen dieses Projekts wurden in ihren Überlegungen, Ansätzen und bisherigen Aktivitäten bestätigt. Ein gemeinsamer Ansatz in Anlehnung an das Innsbrucker Beispiel wurde von allen begrüßt und die dafür nötigen Schritte geplant. Damit konnte auch ein weiterer Schritt in Richtung des gemeinsamen Ziels – der Profilierung und Weiterentwicklung des Programms „Jugend in Aktion“ in Österreich und auf europäischer Ebene – gesetzt werden.

(ef)