Ursula Plassnik referierte an der Uni Innsbruck

Anlässlich des Europatages lud die Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie am 9. Mai gemeinsam mit dem Land Tirol zu einen Vortrag der Außenministerin Ursula Plassnik. Das Thema lautete „Entwurf für die Zukunft – wir EuropäerInnen und der EU-Reformvertrag“.
Dr. Robert Staudigl (Land Tirol), Ursula Plassnik und Prof. Ferdinand Karlhofer
Bild: Dr. Robert Staudigl (Land Tirol), Ursula Plassnik und Prof. Ferdinand Karlhofer

Prof. Ferdinand Karlhofer, Leiter des Instituts für Politikwissenschaft der Uni Innsbruck, konnte zahlreiche Interessierte beim Vortrag der österreichischen Außenministerin begrüßen. „Nachdem mit dem Vertrag von Lissabon die technischen Probleme gelöst wurden, stehen wir in Europa noch vor einem Manko: Das Fehlen einer europäischen Bürgerlichkeit“, so Karlhofer. „In diesem Bereich gibt es einen klaren Auftrag an die Politik, die Menschen zu informieren und ihnen Europa ein Stück näher zu bringen. Es freut mich daher ganz besonders, dass sich Außenministerin Plassnik heute die Zeit nimmt, um über das Projekt Europa zu sprechen.“

 

In ihrem Vortrag informierte die Außenministerin über den Vertrag von Lissabon, den sie als „institutionelles Fitnessprogramm“ bezeichnete und betonte die wesentliche Errungenschaften, die Europa damit erzielt hat, wie beispielsweise den modernsten Grundrechtskatalog weltweit. Plassnik wies aber auch auf Probleme wie beispielsweise die Diskussion um die Wegekostenrichtlinie hin. Diese und viele andere „Baustellen“ in der Europäischen Union gilt es laut Plassnik noch zu lösen. „Wenn wir im Zeitalter der Globalisierung etwas erreichen wollen, geht es nur gemeinsam“, so Plassnik, die abschließend an die Anwesenden appellierte: „ Ein starkes Europa braucht starke engagierte Mitgestalter. Engagieren Sie sich, damit die Baustellen Europas behoben werden können.“

 

Text: Susanne Röck