Vea Kaiser im ATRIUM–Zentrum für Alte Kulturen

Kürzlich konnte die österreichische Bestsellerautorin Vea Kaiser zu einer Lesung und anschließenden Podiumsdiskussion über die Bedeutung die klassische Antike für den modernen Literaturbetrieb im ATRIUM–Zentrum für Alte Kulturen der Universität Innsbruck begrüßt werden.
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Bild: Podiumsdiskussion mit Vea Kaiser (Foto: Gabriela Kompatscher-Gufler)

Mit ihren beiden Romanen „Blasmusikpop“ und „Makarionissi“ hat die österreichische Autorin Vea Kaiser in den letzten Jahren große Erfolge erzielt. Das ATRIUM–Zentrum für Alte Kulturen der Universität Innsbruck konnte die Schriftstellerin, die an der Universität Wien Klassische Philologie studiert und sehr gekonnt antike Stoffe in ihren Texten verarbeitet, kürzlich zu einer Lesung gewinnen, an die sich eine Podiumsdiskussion zur Bedeutung der klassischen Antike für den modernen Literaturbetrieb anschloss.

Vea Kaiser wurde 1988 in St. Pölten geboren und studiert Klassische Philologie und Germanistik an der Universität Wien. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde sie durch ihren 2012 erschienenen Roman „Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam“, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. 2015 erschien ihr zweites Buch „Makarionissi oder Die Insel der Seligen“, welches erneut die Bestsellerlisten stürmte.

Die Bedeutung die klassische Antike für den modernen Literaturbetrieb

„Die antike Literatur, v.a. die griechische Geschichtsschreibung, spielt eine große Rolle in Kaisers Romanen“, erklärt assoz. Prof. Dr. Florian Schaffenrath, Direktor des Ludwig Boltzmann Instituts für Neulateinische Studien. Zwischen die Kapitel des „Blasmusikpop“ etwa fügen sich regelmäßig kurze Texte, die die Geschichte des Romans im Stil des großen griechischen Geschichtsschreibers Herodot nacherzählen. Dies ist nur ein Beispiel von vielen antiken Elementen, die sich in Kaisers Texten finden. Zu nennen wäre weiters die Begeisterung ihres Helden für den Altgriechischunterricht, die schlagende Rolle einer Replik der berühmten Statue der Nike von Samothrake, oder die zahlreichen Einsprengsel aus der griechischen Mythologie in „Makarionissi“. Nicht nur diese Elemente weckten das Interesse der Forscherinnen und Forscher am ATRIUM–Zentrum für Alte Kulturen der Universität Innsbruck. Die dort versammelten Institute für Archäologien, Alte Geschichte, Klassische Philologie, das Archäologische Universitätsmuseum sowie das Ludwig Boltzmann Institut für Neulateinische Studien beschäftigen sich nämlich intensiv mit der Rezeption der Klassischen Antike.

Im passenden Ambiente, umrahmt von den antiken Statuen des Archäologischen Universitätsmuseums, präsentierte Vea Kaiser daher ausgewählte Stellen mit Antikenbezug aus ihrem jüngsten Werk. Im Anschluss an die Lesung gingen unter der Moderation von Dr. Simon Zuenelli die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion der Frage nach, welche allgemeine Bedeutung die klassische Antike für den modernen Literaturbetrieb hat. Neben Vea Kaiser selbst nahmen von Seiten der Literaturwissenschaft Bundesminister a.D. O.Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle, Professor für Klassische Philologie an der Universität Innsbruck, und von Seiten der Literaturkritik der Kulturjournalist Mag. Joachim Leitner am Podium Platz.

Über 80 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung und kamen zu dieser Veranstaltung ins ATRIUM–Zentrum für Alte Kulturen.

(Florian Schaffenrath / Florian M. Müller)