ÖGUT-Umweltpreis für Anke Bockreis

Anke Bockreis, Vizerektorin für Infrastruktur, erhielt den diesjährigen ÖGUT-Umweltpreis in der Kategorie „Frauen in der Umwelttechnik“. Die Verleihung fand am Mittwoch in Wien statt. Bockreis ist die erste an der Fakultät für Technische Wissenschaften tätige Professorin.
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Bild: v.l.: SC Mag. Andreas Reichhardt (bmvit), Univ.-Prof.in Dr.in Ing.in Anke Bockreis (Uni Innsbruck), Dr. Rene Alfons Haiden (Präsident der ÖGUT), Monika Auer (Generalsekretärin der ÖGUT) (Foto: Katharina Schiffl)

Die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) zeichnete im Rahmen ihres 30-Jahr-Jubiläums im Kuppelsaal der TU Wien die besten Nachhaltigkeitsprojekte und innovative Persönlichkeiten mit dem ÖGUT-Umweltpreis aus. „In den 30 Jahren seit der Entstehung der ÖGUT wurde Umwelt- und Naturschutz um die Dimensionen der Nachhaltigkeit erweitert. Wir wissen, wo die Probleme liegen und wo wir hin müssen. Neu ist der immer stärker werdende Fokus darauf, wie wir dorthin kommen“, sagte Monika Auer, Generalsekretärin der ÖGUT. Sichtbar wird ein Kulturwandel, stellt Auer fest: „Viele neue Impulse entstehen bottom up: Menschen werden initiativ, schließen sich zusammen, erproben neue Kooperations- und Entscheidungsformen, multiplizieren, was funktioniert. Sie leben Co-Kreation, Offenheit und Transparenz, sind regional wirksam, aber global vernetzt.“
Der Preis in der Kategorie „Frauen in der Umwelttechnik“ ging dieses Jahr an Vizerektorin Anke Bockreis. Sie kann als erste Professorin der Fakultät für Technische Wissenschaften an der Universität Innsbruck auf eine außergewöhnliche Universitätskarriere zurückblicken: Bockreis ist seit 2009 Professorin für Abfallbehandlung und Ressourcenmanagement und seit 2012 Vizerektorin für Infrastruktur. Das Preisgeld von 5.000 Euro wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie zur Verfügung gestellt.

Zur Person

Anke Bockreis studierte Bauingenieurwesen an der TU Darmstadt, wo sie auch 2001 promovierte. Ihre Lehr- und Forschungstätigkeit im Bereich der Abfallbehandlung ergänzte sie mit ihrer Tätigkeit als Projektingenieurin bei der IGW – Ingenieurgemeinschaft Witzenhausen Fricke & Turk GmbH. 2009 erfolgte die Berufung als Professorin für Abfallbehandlung und Ressourcenmanagement an die Leopold-Franzens-Universität.
Ihr derzeitiger Arbeitsschwerpunkt umfasst neben Fragen der Abfallbehandlung auch die Abfallvermeidung und die nachhaltige Verwertung von Abfällen. Im Rahmen ihrer Funktion als Vizerektorin ist es ihr ein besonderes Anliegen, einen Beitrag zur strategischen Verankerung von Nachhaltigkeit an der Uni Innsbruck zu leisten – nach außen durch die aktive Mitarbeit in der Allianz Nachhaltiger Universitäten in Österreich und nach innen beispielsweise durch die Optimierung des Abfallwirtschaftskonzeptes, der Erstellung eines Energieeffizienzleitfadens oder eines betrieblichen Mobilitätskonzepts.
Neben ihrer fachlichen Kompetenz zeichnet sich Anke Bockreis auch durch ihre umfangreiche und langjährige Erfahrung in der akademischen Lehre aus: Seit über siebzehn Jahren hält sie Lehrveranstaltungen und trägt dabei als Role Model in einem männlich dominierten Arbeitsfeld in besonderem Maße zur Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses bei.

(Christian Flatz)