Universität erfolgreich beim CAST technology award 2015

Das CAST Gründungszentrum suchte gemeinsam mit dem Wissenstransferzentrum West wieder nach innovativen Geschäftsideen an den Tiroler Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Am 10. November wurden die besten fünf Forschungsprojekte mit dem höchstem Marktpotenzial in der Zentrale der Hypo Tirol Bank ausgezeichnet.
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Bild: Die Siegerinnen und Sieger vom AB Holzbau der Uni Innsbruck: Florian Becke, Philipp Zingerle, Roland Maderebener, LRin Patrizia Zoller‐ Frischauf (von links) sowie Josef Kögl und Greta Mayr (vorne).

Bewertet wurden die Einreichungen von Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fachbereichen. Die Kriterien Marktpotenzial, Innovationskraft, Kundennutzen, Wettbewerbssituation und wirtschaftliche Realisierbarkeit waren Maßstab für die Juryentscheidung. Jene Forschungsprojekte mit den besten Chancen auf wirtschaftliche Umsetzung durften sich am Prämierungsabend über attraktive Preisgelder und über die kostenlose Teilnahme an der CAST Winter School 2016 freuen.
Vergeben wurden in diesem Jahr der erste, der zweite, zwei dritte und der vierte Platz mit einem Gesamtpreisgeld von 6.600 Euro. Wirtschaftslandesrätin Patrizia‐Zoller Frischauf gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern und zeigte sich von deren innovativen und zukunftsweisenden Ideen begeistert.

Auszeichnungen

Dipl.‐Ing. Roland Maderebner und sein Team vom Arbeitsbereich Holzbau am Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften der Universität Innsbruck konnten die Jury mit dem innovativen Systemverbinder „SPIDER CONNECTOR“ überzeugen und sich den 1. Platz mit 3.000 Euro Preisgeld sichern. Mit diesem System werden dem Holzbau völlig neue Konstruktionsmethoden, die bisher nur im Betonbau möglich waren, eröffnet.

Univ.‐Prof. Dr. Christoph Scherfler und Teamkollege Dr. Thomas Potrusil, Universitätsklinik für Neurologie der Medizinischen Universität Innsbruck, entwickelten in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Neuroradiologie, ein softwaregestütztes Analyseverfahren zur Diagnose von Alzheimer‐ und Parkinsonerkrankungen basierend auf MRT‐Daten. Sie belegten den 2. Platz mit 1.500 Euro Preisgeld.

Platz 3 mit 800 Euro Preisgeld ging an zwei Forscher: Mag. Michael Zechmann, Doktorand an der Universität Innsbruck, teilt sich ex aequo mit Dr. Dr. Johannes Laimer von der Universitätsklinik für Mund, Kiefer‐ und Gesichtschirurgie der Medizinischen Universität Innsbruck, den dritten Platz. Michael Zechmann entwickelt eine Datenbank inklusive App, die es Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten einfacher macht, für sie verträgliche Lebensmittel zu identifizieren. Johannes Laimer und Emanuel Bruckmoser arbeiten an einer innovativen Anwendungsform der Vakuumtherapie für den enoralen Bereich, die die Wundheilung bei verschiedenen Wundheilungsstörungen im Mund verbessern kann.

Dr. Thorsten Schwerte vom Institut für Zoologie der Universität Innsbruck entwickelt eine Applikation, die interdisziplinäres, spielerisches Lernen in der Natur ermöglicht. Mit Hilfe dieser App können Lern‐Ausflüge und Forschung in der Natur vorab geplant und während der Exkursion das Smartphone zu deren Unterstützung ohne aktive Datenverbindung verwendet werden. Mit seiner Idee belegte der Wissenschaftler Platz 4 und erhielt 500 Euro Preisgeld.

 CAST

Mit dem CAST technology award sucht das CAST mit dem Kooperationspartner WTZ West in regelmäßigen Abständen Geschäftsideen zur wirtschaftlichen Verwertung von Entwicklungen, Erfindungen und Forschungsergebnissen aus allen Technologiebereichen. Teilnahmeberechtigt sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Tiroler Universitäten und Fachhochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen. In 10 Jahren Wettbewerbsgeschichte hat die Jury 133 Geschäftsideen von 248 TeilnehmerInnen evaluiert und bewertet.

(CAST / Land Tirol / red)