Für die Zukunft der Erde

Anfang November fand an der Uni Innsbruck der „European Regional Workshop for Future Earth“ statt. 50 Fachleute aus Europa sprachen über mögliche Synergien, Forschungslücken und Ressourceneffizienz bei der Umsetzung des Forschungsprogramms Future Earth, das den Folgen des globalen Wandels gewidmet ist.
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Bild: Die Expertinnen und Experten trafen sich in der Claudiana.

Auf diesem vom Österreichischen Nationalkomitee für Global Change an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der European Alliance of Global Change Research Committees und der Universität Innsbruck organisierten Treffen diskutierten rund 50 Expertinnen und Experten aus 17 europäischen Ländern über die Einbindung und Umsetzung des neuen, weltweiten Global-Change-Forschungsprogramms „Future Earth (FE)“ in Europa und seinen Mitgliedsländern. Dieses internationale Programm will globale Probleme in abseh­barer Zeit lösen und bringt Wissen­schaft­lerin­nen und Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten Fachbereichen zusammen­bringt, um Wissens­lücken zu schlie­ßen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

In Richtung einer europäischen Agenda

Der Workshop in Innsbruck brachte Repräsentanten des Future Earth-Programms und seiner Kernprojekte, des europäischen Future-Earth-Sekretariats, der europäischen FE-Regionalbüros, dem Belmont Forum, von Nationalkomitees und Fördergebern aus der EU und den Mitgliedsstaaten an einen Tisch, um Synergien, Forschungslücken und Ressourceneffizienz innerhalb der europäischen Aktivitäten in diesem Bereich auszuloten.
Bei dem Workshop wurde besprochen, wie fachübergreifende Projekte auf europäischem Niveau gefördert und welche Schritte in Richtung der Ausarbeitung einer gemeinsamen europäischen Agenda für Future Earth gesetzt werden können. „Die Veranstaltung war ein wichtiger Schritt in Richtung einer engeren Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaftscommunity, der Politik, den Fördergebern und Stakeholdern im Bereich des globalen Wandels und seiner Folgen“, sagt Co-Organisator Dr. Günter Köck von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Internationale Vernetzung

Im Rahmen des Workshops fand such das jährliche Treffen der European Alliance of Global Change Research Committees statt. Dieses Netzwerk von europäischen Nationalkomitees ist im Rahmen des International Council for Science (ICSU) für die Erforschung des globalen Wandels zuständig. Das Österreichische Nationalkomitee für Global Change an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, dessen Vorsitzender Vizerektor Roland Psenner ist, war Gründungsmitglied dieses 2008 in Kapstadt gegründeten Netzwerks. Dr. Günter Köck ist Repräsentant des Nationalkomitees in der European Alliance.

(Christian Flatz)