Für wissenschaftliche Leistung ausgezeichnet

Der Sportwissenschaftler Martin Burtscher wurde am Dienstag mit dem Wissenschaftspreis der Stiftung Südtiroler Sparkasse für außergewöhnliche Forschungsleistungen ausgezeichnet. Zudem wurden weitere Forschungspreise an vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen.
Preis Südtiroler Sparkasse 2015
Bild: Karl Franz Pichler, Präsident der Stiftung Südtiroler Sparkasse, überreicht den Preis an Martin Burtscher vom Institut für Sportwissenschaft.

Seit dem Jahr 2008 verleiht die Universität Innsbruck im Namen der Stiftung Südtiroler Sparkasse den „Wissenschaftspreis für außergewöhnliche Forschungsleistung der Stiftung Südtiroler Sparkasse“ als Würdigung für das wissenschaftliche Gesamtwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der Universität Innsbruck.

Karl Franz Pichler, Präsident der Stiftung Südtiroler Sparkasse, überreichte gestern in der Claudiana an der Universität Innsbruck den mit 10.000 Euro dotierten Preis an den Sportwissenschaftler und Sportmediziner Martin Burtscher vom Institut für Sportwissenschaft.

In seinen Grußworten hob Rektor Tilmann Märk die Stärke des Forschungsstandortes hervor und betonte das hohe Engagement der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, vor allem aber von Martin Burtscher, der für seine Leistungen ausgezeichnet wurde: „Neben den finanziellen Mitteln und viel Zeit sind es die Menschen, die mit Ideen, Kreativität und Wissen sowie Ausdauer ihre wissenschaftlichen Ziele verfolgen und so zum Erfolg der Universität beitragen. Mein besonderer Dank gilt auch der Stiftung Südtiroler Sparkasse mit ihrem Präsidenten Karl Franz Pichler für die großzügige und kontinuierliche Unterstützung.“ Auch Pichler brachte seine Freude und seinen Dank in den Grußworten zum Ausdruck: „Wir als Stiftung sind stolz, dass wir den Preis an so motivierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Jahr für Jahr vergeben dürfen und werden die Universität Innsbruck auch zukünftig unterstützten.“ Als Laudator war Carsten Lundby von der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich eingeladen, der über die wissenschaftlichen und sportlichen Leistungen von Martin Burtscher referierte. Der Preisträger selbst bedankte sich für die hohe Auszeichnung: „Es ist ein großes Glück, gemeinsam mit so engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kolleginnen und Kollegen arbeiten zu dürfen. Zudem stimme ich Schopenhauer zu, wenn er sagt, dass neun Zehntel unseres Glückes allein auf der Gesundheit beruhen.“

Der Ausgezeichnete

Der Wissenschaftspreis der Stiftung Südtiroler Sparkasse ist eine Auszeichnung für die hervorragende wissenschaftliche Leistung des Geehrten. Der Sportwissenschaftler und Mediziner Martin Burtscher wurde für seine herausragenden Publikationen, von denen viele in renommierten wissenschaftlichen Journalen erschienen sind, sowie seine beachtliche Drittmittelwerbung ausgezeichnet. Seit rund 20 Jahren beschäftigt er sich mit alpiner Unfallforschung und -vorbeugung, mit Höhenphysiologie und Höhenpathophysiologie sowie mit leistungsphysiologischen Fragestellungen im Alpinsport. Martin Burtscher ist zudem Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Alpin- und Höhenmedizin, Wissenschaftlicher Leiter des Österreichischen Kuratoriums für alpine Sicherheit, Sachwalter für Rettung und Gesundheit im Österreichischen Alpenverein sowie Verbandsarzt der Österreichischen Bergführer und des Sportkletterverbandes. Martin Burtscher absolvierte an der Universität Innsbruck das Lehramtsstudium Biologie und Leibeserziehung und anschließend das Doktoratsstudium der Biologie. Daraufhin studierte er Medizin bevor er sich an der Universität Innsbruck für Sportwissenschaften unter besonderer Berücksichtigung der Sportmedizin habilitierte.

Forschungspreise

Die Forschungspreise gehen an den Finanzwissenschaftler Jürgen Huber, der drei Artikel zu den Themen Finanztransaktionssteuer, Spendenverhalten und die Ursache von Finanzblasen eingereicht hat, die in hochrenommierten Journals publiziert wurden. Ein weiterer Preis geht an den Biochemiker Eduard Stefan, der einen Artikel zur Analyse molekularer Interaktionen in krankheitsrelevanten Zellsystemen verfasst hat. Weiters erhält die Romanistin Gerhild Fuchs einen Preis für ihr Buch „Von ‚Spaziersehern’, ‚Erinnerungsflaneuren’ und ‚pikaresken Wanderern’. Literarische Topographien der Poebene bei Celati, Cavazzoni, Benati und anderen.“ Zudem erhält der Rechtswissenschaftler Arno Kahl den Preis für seine Arbeit „Gemeinden und Länder im Binnenmarkt. Politische Handlungsspielräume in der EU-Wirtschaftsverfassung.“

(dp)