Wissenschaftspreis für Jörg Striessnig

Jörg Striessnig und seine Arbeitsgruppe vom Institut für Pharmazie wurden Ende Oktober in Zürich mit einem der bedeutendsten Pharmazie-Preise im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Der Preis der PHOENIX group wird für die besten wissenschaftlichen Arbeiten eines Jahres in der pharmazeutischen Grundlagenforschung im deutschsprachigen Raum vergeben.
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Bild: v.l.: Jörg Striessnig, Nadine Ortner (Erstautorin der prämierten Arbeit), Ronald Gust und Petronel Tuluc (Foto: Zeljko Stevic)

Die PHOENIX group hat Ende Oktober den mit insgesamt je 10.000 Euro für jedes Fachgebiet der Pharmazie dotierten PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis 2015 in Zürich vergeben. Die unabhängige Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Jörg Kreuter vom Institut für Pharmazeutische Technologie der Johann Wolfgang von Goethe-Universität Frankfurt am Main prämierte die besten Arbeiten in den vier Kategorien Pharmakologie und Klinische Pharmazie, Pharmazeutische Biologie, Pharmazeutische Chemie sowie Pharmazeutische Technologie. In der Kategorie Pharmakologie und Klinische Pharmazie wurde die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Striessnig vom Institut für Pharmazie und dem Centrum für Molekulare Biowissenschaften (CMBI) der Universität ausgezeichnet. Diese erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis für die Veröffentlichung „Pyrimidine-2,4,6-triones are a new class of voltage-gated L-type Ca2+-channel activators“ in der Fachzeitschrift Nature Communications. Die Arbeit entstand in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Pharmazeutische Chemie (Prof. Ronald Gust) sowie Forschern in Italien und Deutschland und wurde vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF im Rahmen des Spezialforschungsbereichs SFB-F44 ("Cell signaling in chronic CNS disorders") gefördert.
Mit dem jährlich vergebenen Preis würdigt die PHOENIX group seit fast 20 Jahren die besten wissenschaftlichen Arbeiten der pharmazeutischen Grundlagenforschung im deutschsprachigen Raum. Die Auszeichnung hat sich in dieser Region zu einem der renommiertesten Wissenschaftspreise entwickelt.

Zur Person

Der 1959 in Innsbruck geborene Humanmediziner und Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie Jörg Striessnig habilitierte sich 1991 in Pharmakologie und Toxikologie und wurde 1998 Universitätsprofessor in Innsbruck. Seit 2001 leitet er die Abteilung Pharmakologie und Toxikologie des Instituts für Pharmazie, seit 2008 zudem den Schwerpunkt für Molekulare Biowissenschaften (CMBI). Striessnig ist unter anderem Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und durfte sich bereits über zahlreiche Ehrungen freuen. Seit 2011 ist er Koordinators des von der Universität Innsbruck und der Medizinischen Universität Innsbruck getragenen Spezialforschungsbereichs SFB-F44.

(Christian Flatz)

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