Juristische Ehrungen und Kooperationen

Vergangene Woche beging die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Uni Innsbruck ihren bereits traditionellen Fakultätstag. Im Zeichen des diesjährigen Zusammenkommens stand zum einen die Verleihung des Franz Gschnitzer-Förderungspreises an drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie das Schließen neuer Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis.
Juristische Ehrungen und Kooperationen
Bild: Dekan Christian Markl, Lehrgangsleiter Reinhold Beiser, Präsident Klaus Hilber bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. (Bild: Uni Innsbruck)

Die Juridische Fakultät der Universität Innsbruck und die Kammer der Wirtschaftstreuhänder wollen einen völlig neuen Weg in der Ausbildung von Steuerfachkräften gehen. Vor wenigen Wochen wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Dekan der Rechtswissenschaften, Christian Markl, und dem Präsidenten der Tiroler Steuerberaterkammer, Klaus Hilber abgeschlossen und damit der Weg für eine noch nie da gewesene fundierte praxisorientierte Ausbildung geebnet. Wenn alle universitären Gremien zustimmen, könnte bereits im Herbst nächsten Jahres der neue viersemestrige Universitätslehrgang „Steuerrecht, Rechnungslegung  und Rechnungswesen“ starten. Diese berufsbegleitende Ausbildung für die Mitarbeiter in den Steuerberatungskanzleien wird auf qualitativ hochstehendem Niveau durchgeführt werden, namhafte Vortragende haben bereits ihre Zusage erteilt. Der Lehrgang steht unter der fachlichen Leitung von Reinhold Beiser, welcher als hervorragender Fachmann über die Grenzen Österreichs bekannt ist. Präsident Klaus Hilber ist überzeugt, dass diese neue Form der Zusammenarbeit für die Universität, für die Absolventen und für die Steuerberatungskanzleien in ganz Westösterreich eine win-win-Situation darstellt. Hilber freut sich schon auf die intensive Zusammenarbeit mit der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Auszeichnungen

Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Franz Gschnitzer-Förderungspreises an drei junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Jennifer Wirth, Claudia Drexel und Richard Wachter erhielten den begehrten Preis für ihre hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen. Claudia Drexel beschäftigte sich in ihrer mit dem Franz Gschnitzer-Preis ausgezeichneten Dissertation mit dem „Zugang zum Recht im Lichte des Art 6 EMRK und des Art 47 GRC“ während sich Richard Wachter ebenfalls in seiner Dissertation mit dem Thema der „ Finanztransaktionssteuer“ auseinandersetzte. Jennifer Wirth schrieb ihre Diplomarbeit zum Thema „Schwere Menschenrechtsverletzungen in Afrika – Der Beitrag der Afrikanischen Union zu ihrer Bekämpfung“ und erhielt auch dafür die genannte Auszeichnung. Die Franz Gschnitzer-Preise werden zur Förderung von Leistungen und in Anerkennung von Leistungen auf dem Gebiet der Rechtswissenschaften verliehen.

(dp/red)