Mathematik-Modellierungswoche in Innsbruck

Das Institut für Mathematik und der Arbeitsbereich für Technische Mathematik am Institut für Grundlagen der Technischen Wissenschaften veranstalteten von 5. Juli bis 10. Juli 2015 die erste Innsbrucker Modellierungswoche. Studierende aus mehreren Ländern Europas erarbeiteten dabei mathematische Lösungen für komplexe Fragestellungen aus der beruflichen Praxis.
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Bild: Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Modellierungswoche. (Foto: Gernot Baumgartner)

Industrie und Wirtschaft sind geprägt durch zunehmend komplexere Prozesse und Fragenstellungen, zu deren Lösung oftmals mathematische Ansätze den Schlüssel darstellen. Dies erfordert die Schaffung eines geeigneten Umfelds und einen verstärkten Technologie- und Wissenstransfer zwischen Hochschulen, Wirtschaft und Industrie. Vor diesem Hintergrund organisierten das Institut für Mathematik und der Arbeitsbereich für Technische Mathematik im Juli 2015 die erste Innsbrucker Modellierungswoche. Dabei wurde einerseits Studentinnen und Studenten aus den Master- und PhD-Bereich die bevorstehende Berufswelt als Mathematikerin oder Mathematiker nähergebracht und andererseits den beteiligten Firmen die Möglichkeit des verstärkten Austausches mit der Universität Innsbruck geboten.

Am Beginn der Modellierungswoche präsentierten lokale Vertreter aus Industrie und Wirtschaft mathematische Fragestellungen aus deren beruflichen Praxis. Die von MED-EL, Barracuda Networks, Evaluation Software Development (ESD), Wasser Tirol, der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) und Swarovski vorgestellten Projekte umfassten dabei eine repräsentative Palette industrieller Mathematik. Diese reichte von statistischer Modellierung über numerische Simulation bis hin zu Data Mining und Big Data Analysis. Im Laufe der Modellierungswoche erarbeiteten Studierende aus mehreren Ländern in Kleingruppen gemeinsam mit Forschern der Universität Innsbruck und Firmenvertreten Lösungen der vorgestellten Probleme. Die ausgewogene Mischung der Gruppen aus lokalen und internationalen Teilnehmern und Teilnehmerinnen und deren unterschiedlichen Herangehensweise führte dabei zu innovativen Lösungsansätzen, welche zum Abschluss der Modellierungswoche im Plenum präsentiert wurden.

Die Modellierungswoche war ein großer Erfolg und wir freuen uns bereits auf die nächste Innsbrucker Mathematik-Modellierungswoche 2017.

(Markus Haltmeier)