Universitätspfarrer verabschiedet

Am 26. Juni haben die Innsbrucker Hochschulen in der Aula im Hauptgebäude der Universität den langjährigen Universitätspfarrer Monsignore Bernhard Hippler im Beisein von zahlreichen Gästen feierlich verabschiedet. Der am längsten dienende Hochschulseelsorger Österreichs tritt Ende August nach 36 Jahren in den Ruhestand.
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Bild: Rektor Tilmann Märk überreichte ein Abschiedsgeschenk an den langjährigen Universitätspfarrer Bernhard Hippler.

Die Aula war bis auf den letzten Platz gefüllt, als das von Georg Weiss geleitete Vokalensemble der Universität den Festakt für den scheidenden Universitätspfarrer einleitete. Zahlreiche Angehörigen der beiden Universitäten und des MCI nahmen die Gelegenheit war, sich von Monsignore Bernhard Hippler zu verabschieden. Als Hausherr begrüßte Rektor Tilmann Märk die Anwesenden und betonte die wichtige Rolle im universitären Leben, die Bernhard Hippler in den vergangenen 36 Jahren gespielt hat. Es sei dem Universitätspfarrer immer wichtig gewesen, nicht nur für die Katholikinnen und Katholiken an der Universität sondern für alle Universitätsangehörigen da zu sein. Neben Rektor Märk begrüßten auch Rektorin Helga Fritsch von der Medizinischen Universität und Rektor Andreas Altmann vom Management Center Innsbruck die Gäste. Philipp Steidl sprach als studentischer Vertreter des Pfarrgemeinderates, Esther Happacher als Obfrau des Pfarrgemeinderats. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Tirol und Vorarlberg, Esther Fritsch, und der Bischof der Diözese Innsbruck, Manfred Scheuer, richteten ebenfalls Worte an die Festversammlung. Die Laudatio für Universitätspfarrer Bernhard Hippler sprach Christian Smekal, Altrektor und Vorsitzender des Universitätsrates der Leopold-Franzens-Universität. Sichtlich gerührt drückte Monsignore Bernhard Hippler zum Abschluss seinen Dank aus.

Bernhard Hippler studierte Philosophie, Theologie, Psychologie und Geschichte an den Universitäten Innsbruck und München. Am 11. Mai 1972 empfing er die Priesterweihe. Nach seiner Lehramtsprüfung war er ab 1975 Religionsprofessor am Ursulinengymnasium in Innsbruck. Bischof Paulus Rusch ernannte ihn 1979 zum Hochschulpfarrer der Universität Innsbruck. Er engagiert sich in großem Maße für die Hochschulgemeinde der Universität und baute die erst 1973 durch die Österreichische Bischofskonferenz aufgelöste Innsbrucker Hochschulgemeinde und die Katholische Hochschuljugend wieder auf. Das Modell der Hochschulpastoral wurde als so genanntes "Innsbrucker Modell" überregional bekannt. In seine Amtszeit fiel neben der Errichtung der Universitätspfarre im Herbst 1980, die Übernahme der Johanneskirche am Innrain als Universitätskirche im Jahr 1993, die Renovierung des Gemeindezentrums in der Josef-Hirn-Straße von 1998 bis 2000 sowie die Eingliederung des MCI in die Universitätspfarre im Jahr 2006. Papst Johannes Paul II. ernannten Bernhard Hippler 1989 zum Monsignore. Die Leopold-Franzens-Universität würdigte sein Wirken mit der Ernennung zum Ehrenbürger (1995) und zum Ehrensenator (2007).

(Christian Flatz)