Tiroler Cluster Award für Materialtechnologie

Am vergangenem Dienstag wurden in der Villa Blanka die Tiroler Cluster Awards 2015 vergeben. Die Awards zeichnen die besten Forschung- und Entwicklungsprojekte oder Innovationsprojekte aus den Tiroler Clustern in sechs Kategorien aus.
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Bild: Stefan Wolf (Standortagentur Tirol, li.) und Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf gratulieren Roman Lackner (Mi. re.) und Michael Dax (Mi. li.) zu einer gelungenen Wissenschafts-Wirtschafts-Kooperation für effizientes Sintern von Keramik. (Foto: Standortagentur Tirol)

Ausgelobt hat die Tiroler Cluster Awards 2015 die Standortagentur Tirol. Diese managt am Standort fünf Tiroler Cluster als Drehscheibe für Innovation und Kooperation, zur Profilbildung am Standort sowie für eine verbesserte Sichtbarkeit besonderer Tiroler Kompetenzen im In- und Ausland mit Unterstützung aus dem europäischen EFRE-Fonds. Insgesamt vernetzen die Cluster Erneuerbare Energien, Informationstechnologien, Life Sciences, Mechatronik und Wellness Tirol zurzeit 378 Mitglieder aus Wirtschaft und Wissenschaft mit einem kumulierten Jahresumsatz von rund 10 Milliarden Euro und knapp 45.000 Arbeitsplätzen. Die ausgezeichneten Neuheiten reichten von PV-Dachgärten über eine innovative Therapie nach Herzinfarkten bis hin zu verbesserten Produktionsprozessen im Leichtbau. In der Kategorie „Projekt einer wissenschaftlichen Einrichtung“ wurde ein gemeinsames Forschungsprojekt der Universität Innsbruck und der STEKA-Werke technische Keramik GmbH & Co.KG prämiert. Im Rahmen High-Performance Ceramics (2013-2016) entwickeln Forscher des Arbeitsbereichs Materialtechnologie am Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften um Prof. Roman Lackner gemeinsam mit dem Unternehmen einen neuen modellbasierten Ansatz, um die bei der Herstellung von Keramiken erzielbaren physikalischen Eigenschaften besser prognostizieren zu können. Berücksichtigt werden dabei chemische Zusammensetzung, Mahlfeinheit und Zusatzmittel im Ausgangsmaterial sowie die Art der Formgebung und des Temperaturverlaufs beim Sinterprozess.

Standortvorteil

„Ich freue mich sehr, mit den Cluster Awards 2015 innovatorische Spitzenleistungen aus Tirol auszeichnen zu dürfen“, sagte die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf bei der Bekanntgabe und führte aus: „Unsere Unternehmen, allen voran die zahlreichen Klein- und Mittelbetriebe, sind angesichts der Wirtschaftslage im Euroraum und der weiter fortschreitenden Globalisierung besonders gefordert, auf Forschung & Entwicklung, Kooperationen mit der Wissenschaft sowie qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu setzen.“ Dr. Harald Gohm, der Geschäftsführer der Standortagentur Tirol ergänzte: „Mit den Clustern bieten wir heimischen Betrieben ein effektives Umfeld zum nachhaltigen Wachsen und bauen gleichzeitig einen zentralen Standortvorteil auf.“

(Christian Flatz)