Ein Abend mit Hubert Schmalix

Das große Wandmosaik im Hörsaaltrakt zwischen Geiwi-Turm und Bruno-Sander-Haus ist kaum zu übersehen. Entworfen hat es der Künstler Hubert Schmalix. Die Universität hat nun dessen Entwürfe angekauft und ausgestellt. Anlässlich der Enthüllung war der Künstler vergangene Woche an der Universität zu Gast.
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Bild: Gemeinsam mit Rektor Märk enthüllte Hubert Schmalix die Entwürfe.

Im November des Vorjahres hatte Hubert Schmalix die Universität erstmals seit den 1980er-Jahren wieder besucht. Nun war er anlässlich der Enthüllung seiner Entwürfe für das Wandmosaik im Hörsaaltrakt zwischen Geiwi-Turm und Bruno-Sander-Haus neuerlich zu Gast. Die Universität Innsbruck hat vor kurzem diese Entwürfe angekauft und stellt sie nun im 1. Stock des Universitätshauptgebäudes aus. Am vergangenen Mittwochabend konnte Rektor Tilmann Märk den Künstler in der Aula begrüßen und über den sich über einige Jahre hinziehenden Ankauf der Skizzen berichten. Mag. Claudia Mark von der Sammlung des Instituts für Kunstgeschichte gab anschließend eine Einführung in das Werk des Künstlers. Nach der Enthüllung der Entwürfe im Gang vor der Aula sprach die Kuratorin und Geschäftsführerin der Tiroler Künstlerschaft, Mag. Ingeborg Erhart, mit Hubert Schmalix über dessen Arbeit. Dabei kam auch die Entstehung des Wandmosaiks zur Sprache. Der Künstler hatte damals 1 Million Schilling für ein eigenständiges Werk erhalten. Diese Summe investierte er schließlich zur Gänze in die aufwändige Umsetzung dieses 62 Meter langen Kunstwerkes durch Mosaizisten aus dem Friaul. Diese verwendeten allein für den Hintergrund 80 verschiedene Rottöne. Nach halbjähriger Bauzeit wurde das Werk 1985 schließlich vollendet.

Das Bank Austria Kunstforum in Wien zeigt derzeit eine umfangreiche Schau des Künstlers, der 1952 in Graz geboren wurde und heute in Wien und Los Angeles lebt. Schmalix’ Werk der frühen 1980er-Jahre zählt zur internationalen Bewegung der Neuen Wilden, später wird sein Malvorgang konstruktiv-konzentrierter. „Der Künstler versteht die Bildfläche als Arrangement von Farbflächen zwischen Figuration und Abstraktion. Grazile Figuren werden zu formalen Inseln, umgeben von großzügigen, monochromen Zonen“, schreibt Florian Steininger, der Kurator der Wiener Ausstellung.

(Christian Flatz)

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