SAP – Einen Alleskönner verstehen lernen

Beschaffung, Eingangslogistik, Produktion, Ausgangslogistik, Vertriebsprozesse, internes- und externes Rechnungswesen oder Business-Warehouse – all das und mehr bildet die Software von SAP umfänglich ab. Eine souveräne Bedienung dieser Software wird zwar häufig verlangt, ist aber alles andere als banal. Spezifische Kurse sollen die Studierenden optimal mit dem Programm vertraut machen.
Gruppenarbeit
Bild: SAP-Kenntnisse werden in der ERP-Summer School oder im Uni-Kurs TERP 10 vermittelt. (Bild: Schloss Hofen)

Kurt Promberger, Professor am Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus, gibt Einblicke in den Universitätskurs SAP TERP 10 sowie in die ERP Summer School. Letztere wird in Kooperation mit dem MCI und der FH Kufstein sowie führenden Unternehmen angeboten. „SAP ist der weltweit größte Hersteller von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware. Wenn man die Studierenden optimal auf ihre Tätigkeiten in der Praxis vorbereiten will, dann muss man ihnen auch diese Business Software vorstellen“, konkretisiert Promberger. Dieses Wissen können sich die Studierenden in einem zehntägigen Intensivworkshop im Rahmen eines Universitätskurses aneignen, der jeweils im Winter- und Sommersemester angeboten wird. Da die Nachfrage zum Erlernen der Software so groß ist, musste das Angebot verdoppelt werden. „Mit diesem Kurs geben wir den Studierenden die Möglichkeit, eine international anerkannte Zertifizierung zu bekommen. Die Prüfung am Ende des Kurses wird von SAP direkt abgenommen“, so der Leiter des Kurses. Durch dieses Verfahren wird eine Standardisierung des sogenannten SAP-Führerscheins sichergestellt. Die Notwendigkeit des Wissens und des gekonnten Umgangs mit dem Programm ist laut Promberger in der Wirtschaft gegeben: „In vielen Stellenausschreibungen wird heute schon der Umgang mit SAP-Systemen vorausgesetzt und gefordert. Mit dem erworbenen Zertifikat im Kurs TERP 10 können die Studierenden diese Qualifikation nachweisen.“

Über den Tellerrand der Uni blicken

Ein ähnlicher Kurs wird auch im Sommer angeboten. Die ERP-Summer School wird in Kooperation mit dem MCI, der FH-Kufstein und drei Unternehmen angeboten. Mit dabei sind Swarovski, Egger Holz in St. Johann und das ARZ. „Diese Kombination aus Bildungseinrichtungen und Unternehmen ermöglicht den Studierenden einen optimalen Einblick in Wissenschaft und Praxis“, so Promberger. Den Studierenden werden in dieser Summer School zusätzlich zum Erwerb der SAP-Kenntnisse Einblicke in die mitwirkenden Unternehmen geboten. „Sie haben hier die Möglichkeit in die Unternehmen zu gehen, diese kennen zu lernen und Fallstudien im Rahmen des Kurses dort durchzuführen. So gestalten wir eine optimale Anbindung der Uni an die wirtschaftliche Praxis“, erläutert der Experte. Die Organisation der ERP-Summer School liegt bei der FH-Kufstein. Die Universität Innsbruck liefert mit ihren Expertinnen und Experten die wesentlichen SAP-Kenntnisse. Weitere Inhalte wie Prozessmanagement werden an der FH-Kufstein sowie am MCI, das SAP-bezogenes Projektmanagement lehrt, vermittelt. „Das Bachelorstudium der Wirtschaftswissenschaften ist nicht sehr praxisorientiert. Es gibt aber immer mehr Studierende, die erkennen, dass sie für ihren Weg in die Wirtschaft, mehr können müssen, als nur Theorie. Unternehmen, die Absolventinnen und Absolventen einstellen, gehen von umfangreichen Kenntnissen in den spezifischen Programmen aus. Die Studierenden, die über den Tellerrand hinaus blicken, machen dann unsere Kurse“, so Promberger. Die Nachfrage zu beiden Kursen, dem TERP 10 und der ERP-Summer School, ist sehr groß.