Nachhaltiger Tourismus im Alpbachtal

Seit Mitte letzten Jahres ist der Tiroler Wintersportort Alpbach Forschungsmittelpunkt für nachhaltigen Tourismus. Im Rahmen des ganzheitlich angelegten alpS-COMET-Projekts „Mount++“, sucht ein Forschungsteam von alpS, der Uni Innsbruck und der BOKU neben energieeffizienten Lösungen auch nach umweltverträglichen und zukunftsfähigen Lösungen für die gesamte Skiregion.
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Bild: alpS

Die Rahmenbedingungen in Skidestinationen sind unterschiedlich und die Fragestellungen sehr komplex. Die Forscherinnen und Forscher berücksichtigen daher in Alpbach praktische Aspekte, wie etwa die Mehrfachnutzung des Speicherteichs oder die Errichtung einer Photovoltaikanlage bei der Bergstation ebenso wie sozioökonomische Perspektiven. Denn diese beeinflussen maßgeblich Entscheidungsprozesse einer Tourismusdestination.

Im März dieses Jahres fand unter wissenschaftlicher Teilnahme die Vorführung eines Systems für energieeffizientere und ökologisch nachhaltigere Pistenpräparierung in Alpbach statt. Zwei der Mitinitiatoren des Projekts Mount++ - der Pistenfahrzeughersteller Kässbohrer und TechnoAlpin, Hersteller für Beschneiungsanlagen - arbeiten an optimierten und umweltverträglicheren Lösungen für Pistenpräparierung und Beschneiung. Mit dem satellitenbasierten System SNOWsat lassen sich die Schneetiefe zentimetergenau erfassen und die Daten über eine Schnittstelle an das Beschneiungssystem ATASSplus weiterleiten. Präparierung und Beschneiung können so exakt und nach Bedarf geplant werden. Die Folgen sind reduzierter Kraftstoffverbrauch, geringere Schadstoffemissionen und Einsparungen bei der Beschneiung bis zu 15 Prozent.

In diesem Sommer wird deshalb im Rahmen von Mount++ eine Drohnenbefliegung im Skigebiet Alpbach erfolgen. Neben der Erstellung eines hochaufgelösten 3D-Geländemodells zur Optimierung des SnowSat / ATASSplus Systems werden zusätzlich die technischen Einsatzoptionen und die ökonomische Sinnhaftigkeit von Drohnen für Skigebiete und das Schneemanagement untersucht. Die generierten Daten werden interessierten Forschungsgruppen im Rahmen des „Freiluftforschungslabors Alpbachtal“ für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung gestellt werden.

(alpS)