Frankophonie am INTRAWI

Vom 14. bis zum 22. März 2015 fand zum 20. Mal die Semaine de la langue française et de la Francophonie statt, und das INTRAWI würdigte diesen Anlass in Kooperation mit dem Frankreich-Schwerpunkt: Émilie Caratini, Maître de Conférences an der Universität Poitiers und Mitglied der Forschungsplattform FoReLL (Formes et Représentations en Linguistique et Littérature), besuchte das INTRAWI.
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Bild: Von links nach rechts: Univ.-Prof. Mag. Dr. Eva Lavric, die Leiterin des Frankreich-Schwerpunkts, Maître de Conférences Émilie Caratini, Mag. Martina Mayer (Foto: Dipl.-Dolm. Elvira Iannone)

Im Rahmen zweier Veranstaltungen stand die französische Sprache ganz im Mittelpunkt: Zunächst sprach Caratini im Rahmen ihres Gastvortrags Utilisation de données en linguistique: choix, contraintes méthodologiques et disciplinaires über die Nutzung von Daten in der Linguistik; anschließend wurde im Rahmen eines franko-tirolischen Doppels bei der Veranstaltung „Le Franco Franglais“ die Rolle englischer Entlehnungen im Französischen bzw. vornehmlich in der französischen Wissenschaftssprache beleuchtet: Martina Mayer vom INTRAWI hielt einen Vortrag zum Thema „No, thanks“ zum Franco Franglais – ein Überblick über die französische Sprachpolitik, und Emilie Caratini beleuchtete die Phonologie und Morphologie englischer Lehnwörter in der französischen Wissenschaftssprache. Die beiden Gastvorträge waren in die Lehrveranstaltung Englisch als Wissenschaftssprache integriert; damit bot sich ein optimales Forum, um den Studierenden interaktiv näher zu bringen, warum und wie Entlehnungen in eine Sprache eingehen und auf welche Art sprachpflegerische Maßnahmen diesem Phänomen entgegengesetzt werden können. Die Kooperation zwischen Innsbruck und Poitiers ist damit noch nicht beendet, ganz im Gegenteil: Ab Herbst 2015 werden die Faculté de Lettres et Langues der Universität Poitiers, Fachbereich Langues Étrangères Appliquées, und das Institut für Translationswissenschaft der Universität Innsbruck im Rahmen einer ERASMUS-Partnerschaft einen neuen Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden pflegen.

(Mag. Martina Mayer)