Sechste Ausgabe von „LiLit – Literatur im Lichthof“ erschienen

Mit „LiLit – Literatur im Lichthof“ haben Mitarbeiterinnen des Brenner-Archivs und des Literaturhauses ein Online-Magazin zur Literatur der Gegenwart in Tirol und Südtirol mit Rezensionen und Essays ins Leben gerufen. Vor kurzem ist die sechste Ausgabe erschienen.
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Bild: Die sechste Ausgabe von „LiLit – Literatur im Lichthof“ ist vor kurzem erschienen. (Foto: Iris Kathan, Vent im Winter 2014)

Gedruckte Literatur- und Kulturzeitschriften in Tirol sind rar geworden, es erscheinen seit geraumer Zeit kaum mehr Medien, in denen Besprechungen über Neuerscheinungen in und aus dem Raum Tirol und Südtirol zu finden wären. Vor zehn Jahren haben das Brenner-Archiv und das Literaturhaus deshalb eine Online-Rezensionenseite ins Leben gerufen, die seither kontinuierlich auf Bücher aufmerksam macht, diese bespricht und außerdem beobachtet, was sich in der Literatur des Landes tut.

Mit Begriffen der Optik gesprochen wird in „LiLit“ die Literatur in und aus Tirol aus den vier Blickwinkeln Zoom, Gegenlicht, Weitwinkel, Zeitblende betrachtet. Zweimal im Jahr, jeweils im Sommer und im Winter, werden diese Rubriken mit neuen Beiträgen gefüllt.

Zoom: Hier stehen literarische Neuerscheinungen im Zentrum, sie sind sozusagen im „Lichthof“ der Aufmerksamkeit. In der Rubrik Zoom werden aktuelle Texte besprochen – hellhörig, interessiert und mit Bedacht.

Weitwinkel: Einem offenen erweiterten Literaturbegriff werden hier Bücher und Themen behandelt, die die Bezüge des Literarischen zu anderen Wissens- und Kunstformen hervorheben. Unter Weitwinkel finden Leserinnen und Leser Exkurse zu Kulturgeschichtlichem, Kunst und Wissenschaft. Aber auch schlicht und einfach Grenzüberschreitendes, Vernetztes.

Zeitblende: In der Zeitblende schaut „LiLit“ zurück, manchmal nur in die jüngere Vergangenheit der letzten Jahre, manchmal weit ins letzte Jahrhundert. Hier wird an Autorinnen und Autoren erinnert, an bemerkenswerte Texte, aber auch an solche, die aus heutiger Sicht kurios erscheinen mögen, in der historischen Tiefenschärfe jedoch einen Moment in der Geschichte beleuchten.

(Christine Riccabona)