Ausstellung in Moskau eröffnet

Am 10. Dezember wurde in Moskau die „Ausstellung Volders und Russland im Ersten Weltkrieg. Biographienbrüche und Bürde“ eröffnet. Die Wanderausstellung entstand in einer Zusammenarbeit des Instituts für Archäologien mit dem Russlandzentrum an der Universität Innsbruck.
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Bild: Prof. Harald Stadler ist für die Eröffnung nach Moskau gereist.

Die Ausstellung ist nun bis Februar im Haus der Russischen Emigration in Moskau zu sehen. Im März 2015 geht sie dann weiter nach Rostow am Don“, erzählt Prof. Harald Stadler, Leiter des Instituts für Archäologien. Zur Eröffnung in Moskau am 10. Dezember kamen über 80 Besucherinnen und Besucher, darunter der Direktor des Hauses der Russischen Emigration, Dr. Viktor Moskwin, sowie ein Vertreter der österreichischen Botschaft in Moskau. „Es wird auch eine Publikation zu der Ausstellung erscheinen, die sich mit russischen Kriegsgefangenen in Tirol und Tirolern in russischer Kriegsgefangenschaft befassen wird“, erklärt Prof. Stadler. „Im kommenden Jahr werden diese Aufsätze, die von Historikern, Archäologen und Ortschronisten verfasst wurden, im Jahrbuch des Hauses der Russischen Emigration in Moskau erscheinen.“ Die Beiträge werden in der Publikationsreihe „Nearchos, Archäologisch-militärhistorische Forschungen“ auch in Deutsch publiziert.

Bezüge herstellen

Die Wanderausstellung „Ausstellung Volders und Russland im Ersten Weltkrieg. Biographienbrüche und Bürde“ wurde gemeinsam vom Institut für Archäologien und dem Russlandzentrum an der Universität Innsbruck sowie dem Museumsverein Wattens-Volders konzipiert und umgesetzt und war im November im Foyer der Neuen Mittelschule Volders zu sehen. Die Ausstellung versucht, Bezugspunkte zwischen der Gemeinde Volders und Russland im Ersten Weltkrieg näher zu bringen. Sichtweisen zum Geschehen von Schülern des Gymnasiums Rostow am Don und dem PORG Volders St. Karl, Einzelschicksale gefallener, vermisster und heimgekehrter Gemeindebürger auf dem östlichen Kriegsschauplatz, russische Kriegsgefangene in Volders, Kriegsgefangenenarbeiten und archäologische Funde geben einen kleinen, nach Osten gerichteten gemeindebezogenen Blick auf die Zeit zwischen 1914 und 1918.

(Christian Flatz)