Unter den Top 100

Mit dem VSC-3 ist seit langem wieder ein österreichischer Supercomputer unter den hundert schnellsten Rechenmaschinen der Welt. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Hochschulen ist die Universität Innsbruck am Vienna Scientific Cluster (VSC) beteiligt und profitiert von der enormen Rechenleistung dieses Supercomputers.
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Bild: VSC / Claudia Blaas-Schenner

Die International Supercomputer Conference veröffentlicht zweimal im Jahr eine Liste der Top 500 Supercomputer. Die schnellste Rechenanlage der Welt steht demnach in China und hört auf den Namen „Tianhe-2“. Österreichs schnellster Supercomputer VSC-3 folgt auf Platz 85 und hat damit einen weiten Satz nach vorne gemacht. Mit dem Ausbau des Vienna Scientific Cluster im vergangenen Jahr haben auch die Universität Innsbruck und die Universitäten des Cluster Süd (TU Graz, Uni Graz, Uni Klagenfurt und Montanuniversität) Zugang zu dem Hochleistungsrechner erhalten. „Diese Kooperation im Bereich des High Performance Computing wird die Forscherinnen und Forscher unserer Universitäten einen bedeutenden Schritt weiterbringen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit und damit auch die Sichtbarkeit der österreichischen Forschungsprojekte nachhaltig erhöhen“, sagte Forschungs-Vizerektorin Sabine Schindler bei der Präsentation der Kooperation im vergangenen Jahr. „Ein großer Vorteil liegt vor allem im Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den High-Performance-Computing-Experten und den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der beteiligten Universitäten. Darüber hinaus profitieren alle bei ihren Forschungsvorhaben von der erhöhten Leistungsfähigkeit solcher gemeinsam finanzierter und betriebener Großrechner.“

Der österreichische Supercomputer VSC-3 besteht derzeit aus 2020 Knoten mit je 16 Prozessorkernen. Seine Rechenleistung beträgt rund 600 Teraflops – er kann also in einer Sekunde mehr als 600 Billionen Additionen oder Multiplikationen ausführen. So könnte man beispielsweise in einer Nanosekunde mit dem VSC 3 aus den Geschwindigkeiten und Reichweiten sämtlicher Pässe und Schüsse einer gesamten Fußball-Weltmeisterschaft die dazugehörigen Abschusswinkel berechnen. „Die heute notwendigen Rechenleistungen lassen sich nur mehr im Verbund bewerkstelligen und hier liegt auch der große Mehrwert einer Teilnahme am VSC", sagt Sabine Schindler.

(Christian Flatz)