Internationale Auszeichnung

Klimaforscher Ben Marzeion vom Institut für Meteorologie und Geophysik erhält den Early Career Scientist Award der Internationalen Union für Geodäsie und Geophysik (IUGG). Er wird damit für seine herausragenden Forschungen auf dem Gebiet der Klimatologie ausgezeichnet.
marzeion-ben_400x306.jpg
Bild: Ben Marzeion

Der Nachwuchspreis der Internationalen Union für Geodäsie und Geophysik wird alle vier Jahre für herausragende Forschungen in den Geo- und Weltraumwissenschaften verliehen. Die IUGG ist einer der großen wissenschaftlichen Dachverbände der Welt. Ben Marzeion ist der einzige Preisträger aus Österreich. Die Auszeichnung wird der Klimaforscher im kommenden Jahr auf der Generalversammlung der IUGG in Prag entgegennehmen.

Ben Marzeion hat in Kiel Ozeanografie studiert. Nach Forschungsaufenthalten in Bergen (Norwegen) und am MIT in Boston stieß er Ende 2008 zur Arbeitsgruppe von Prof. Georg Kaser am Institut für Geographie der Universität Innsbruck. Die Forschungsgruppe ist inzwischen an das Institut für Meteorologie und Geophysik übersiedelt. Marzeion verwendet in seinen Forschungen Computermodelle des Klimas, um die Entwicklung von Gletschern zu beschreiben und Einflussfaktoren für den Gletscherschwund zu quantifizieren. Erst jüngst konnte er mit einer in der Fachzeitschrift Science veröffentlichten Arbeit eindeutig nachweisen, dass der Mensch für das weltweite Abschmelzen der Gletscher mitverantwortlich ist.

(Christian Flatz)