Slawistik-Studierende beim 3. Internationalen Festival der russischen Sprache

Vom 15. bis 20. September 2014 fand in Belgrad das 3. Int. Studentenfestival der Stiftung "Russkij mir" statt. Aus mehr als 20 europäischen Ländern sind über 250 Studierende, die Russisch lernen, nach Belgrad gekommen, um ihre Universität und ihr Land zu vertreten, die serbische Hauptstadt kennen zu lernen, vorhandene Russisch-Kenntnisse anzuwenden und neue Kontakte zu knüpfen.
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Bild: Die TeilnehmerInnen aus Innsbruck: Verena Schranz, Tobias Wirthensohn, Ekaterina Malysheva (Leiterin Russlandzentrum), Ferdinand Bakay und Marijana Milošević (v.l.). Bild: Ekaterina Malysheva

Von der Universität Innsbruck haben vier Studierende des Instituts für Slawistik am Festival teilgenommen: Marijana Milošević, Verena Schranz, Ferdinand Bakay und Tobias Wirthensohn. Die Leiterin des Russlandzentrums Ekaterina Malysheva hat die Vorbereitungsphase administrativ und inhaltlich koordiniert sowie die Innsbrucker Gruppe zum Festival begleitet und auch vor Ort unterstützt.

Für alle Teilnehmenden wurde ein umfangreiches Programm, bestehend aus Seminaren, Workshops und interessanten Wettbewerben zur russischen Sprache, Kultur und Geschichte, angeboten. Zusätzlich dazu organisierten die Veranstalter, die Philologische Fakultät der Universität Belgrad und die Stiftung „Russkij mir“ (Moskau), eine Stadtführung,  eine Schifffahrt durch das nächtliche Belgrad, einen Besuch der Belgrader Stadtverwaltung sowie eine Exkursion in die nahe gelegene Stadt Topola, die von 1804 bis 1813 Hauptstadt des aufständischen Serbiens war.

Die Studierenden mussten vor ihrer Reise auch eine kleine „Hausübung“ vorbereiten: Am Eröffnungstag präsentierte sich jede Gruppe vor einer Jury und stellte auf kreative Weise die jeweilige Universität und das jeweilige Land vor. Die Innsbrucker Studentengruppe hatte die Ehre, als erste aufzutreten und somit das Festival zu eröffnen. Nicht nur dieser Auftritt, sondern auch das Rahmenprogramm und nicht zuletzt der Austausch mit anderen Studierenden – natürlich auf Russisch – wird wohl allen in guter Erinnerung bleiben.

Hier sind ein paar Eindrücke der Studierenden nach der Reise:

Tobias: „‚Говорим на русском языке’ („Wir sprechen Russisch“) – dieser Satz aus einem Lied des Sängers und Komponisten Grigorij Gladkov, der gemeinsam mit Studierenden verschiedene russische Volkslieder und Romanzen gesungen hat, wurde zum inoffiziellen Motto des Festivals. Es hat mich sehr beeindruckt, wie mehr als 250 Leute aus verschiedenen Ländern miteinander Russisch gesprochen haben. Für mich war das eine tolle Erfahrung und für das Festival ein großer Erfolg. Außerdem war ich positiv überrascht, wie kreativ die TeilnehmerInnen in ihren vorbereiteten Auftritten auf der Bühne waren.“

Ferdinand: „Ich bin mit dem Festival sehr zufrieden. Die ganze Organisation, die Menschen waren einfach toll. Und das Essen hat super geschmeckt :) Es gab nur ein Problem – es war zu kurz!“

Verena: „Die Zeit in Serbien war sehr schön. Wir hatten interessante Seminare und Ausflüge. Manchmal war es für mich schwierig, Russisch zu sprechen oder zu verstehen, denn im Vergleich zu vielen anderen TeilnehmerInnen ist unsere Muttersprache keine slawische Sprache. Aber gerade solche Veranstaltungen geben uns die Möglichkeit, unsere Sprachkenntnisse zu verbessern und viel Neues zu erfahren. Vielen Dank!“

Marijana: „Als ich von diesem Festival erfahren habe, wollte ich unbedingt daran teilnehmen. Es ist eine sehr gute Möglichkeit, Slawistik-Studierende aus anderen Universitäten kennen zu lernen und besser zu verstehen, wie in anderen Ländern Russisch gelernt wird. Ich selber komme aus Serbien, studiere jetzt in Innsbruck, und für mich war es sehr interessant, Belgrad einmal als Touristin zu erleben. Wir haben viel Neues gelernt und neue Freunde gefunden. Wir wurden von allen „die Gruppe mit den Hüten“ genannt, denn wir haben immer unsere Tiroler Hüte getragen :)“

Foto: Vladimir Litarenko (Russkij mir)

Foto: Vladimir Litarenko (Russkij mir)


Wir vom Russlandzentrum hoffen, dass dieses Festival der russischen Sprache zu einer schönen Tradition wird und auch in Zukunft Innsbrucker Studierende daran teilnehmen werden. Wir wünschen allen einen guten Start ins Wintersemester und würden uns freuen, Sie bei einer unserer nächsten Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

(Ekaterina Malysheva und Agnes Tauscher)